Theaterabend im Waller Dörphus

Thermoflitzer inklusive

Konferenz auf der Couch. Zwischen den einzeln Parteien gab es immer wieder Redebedarf – zur Freude der Zuschauer. - Fotos: Bruns

Walle - Sehr viel zu lachen gab es für die Besucher beim 28. Waller Heimatabend. Und weil Heinz-Günther Lührs bei seiner Gesangseinlage nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde, kam man am Freitagabend mit den versprochenen „twee Stünn Spaß“ nicht hin.

Die Waller Schauspieler zeigten eine ordentliche Kondition: Auf die gelungene Premiere am Freitag folgten zwei Vorstellungen am Sonnabend und Sonntagnachmittag. Dieses Jahr wurde überwiegend Theater gespielt. Zwei plattdeutsche Stücke hatte die Theatergruppe des Vereins unter der Leitung von Anja Jacobs eingeübt, und die schienen genau nach dem Geschmack des Publikums zu sein.

Publikumsliebling „Fiffi“ sang plattdeutsche Lieder.

Zunächst wurde auf der Bühne im Waller Dörpshus Hochzeit gefeiert. Vorher mussten sich noch die Eltern der Brautleute kennenlernen. Auf der einen Seite ein Schweinebauer mit seiner sehr dominanten Frau. Das absolute Gegenteil zu den vornehmen Eltern der Braut. Flotte Sprüche, knackige Gags und eine tolle schauspielerische Leistung machten das ganze zum großen Vergnügen für die Zuschauer.

Im zweiten Stück gab es eine „Thermo-Flitz-Vorführung“. Es sollte heiß werden, nur gekocht wurde nicht. Maler Igor aus Slowenien verstand die Welt nicht mehr und konnte sich kaum vor der Mammutschka retten. „Chefe, was ist ein Ursel“, fragte er hilflos und das Publikum lachte Tränen. Brüllendes Gelächter herrschte, als am Ende der Flitzer auf die Bühne kam und den Mantel aufriss. Nur gut, dass er wenigstens noch ein bisschen was drunter hatte.

Eine tolle Leistung von allen Darstellern, die teilweise in beiden Stücken spielten: Fenja Gerkens, Sven Aschmies, Daniel Wrede, Dörte Schiemann, Heiner Köster, Annegesine Liebrum, Vera Carstens, Wolfgang Bode, Heinz-Günther Lührs, Tim Blendermann, Sönke Gerkens, Angela Delventhal und Silke Winkler.

Aus Zeitgründen wurde nur die Premiere musikalisch von der Singgruppe des Vereins und Sängern der Chorgemeinschaft Borstel/Langwedel eröffnet. Die Leitung hatten Michaela Konrad-Brüning und Helmut Suckert.

28. Waller Heimatabend

Die Bühne ganz für sich alleine hatte später Heinz-Günther Lührs. „Fiffi“, wie ihn Freunde und Bekannte kurz und knapp nennen. Der Waller präsentierte Lieder, deren plattdeutsche Texte er selbst geschrieben hat. Ein großer Publikumsliebling, der von den zahlreichen Zuschauern ebenfalls mit sehr viel Applaus bedacht wurde.

wb

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