Karten in der Tourist-Information

Sechs Aufführungen der „Nachtflüsterer“ im Dom

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Die „Nachtflüsterer“ proben unter der Regie von Helga Flatow (r.) im Dom für „Hexennot“, ein Schauspiel, das im Rahmen von „Verden aufgeschlossen“ in diesem und im kommenden Monat insgesamt sechsmal aufgeführt wird. 

Verden - Kerzenschein und eine Prise Grusel im Dom zu Verden: Von Freitag an sind dort wieder „Die Nachtflüsterer“, die Stadttheater-Darsteller aus der beliebten Veranstaltungsreihe „Verden aufgeschlossen“ aktiv, um die Teilnehmer mit dem Theaterspiel „Hexennot“ ins finstere Mittelalter zur Zeit der Hexenprozesse zu entführen.

Das auf verbrieften Ereignissen basierende Stück aus der Feder von Dr. Björn Emigholz wurde bereits im vergangenen Herbst mehrmals mit großem Erfolg aufgeführt. Regie führt Helga Flatow.

„Hexennot“ spielt in der Zeit um 1649. Der 30-jährige Krieg ist gerade vorbei, die Stadt liegt in Trümmern und im Dom sind sämtliche Altäre und die meisten Kunstgegenstände zerstört.

Die Atmosphäre in der Bevölkerung ist entsprechend düster, so düster wie die Person von Superintendent Heinrich Rimphoff, der laut Flatow ein gnadenloser Machtmensch und unnachgiebiger Hexenverfolger ist. Der Hexerei und diverser anderer Verbrechen bezichtigt er – wie fast ihre ganze Familie – auch die zweite Frau des damaligen Bürgermeisters, Catherine Wolpmann. Einzig deren Mutter sowie der Sohn ihres Mannes aus erster Ehe, Friedrich Panning, werden verschont und bleiben auf freiem Fuß.

Zuvor hat sich Catherine den Annäherungsversuchen von Rimphoff verweigert, woraufhin er sie der schwarzen Kunst beschuldigt, sie einkerkern lässt, damit sie möglichst rasch dem „reinigenden Feuer“ übergeben werden kann. Ihre Mutter und Friedrich setzen natürlich alles daran, Catherine zu retten. Doch zunächst scheitern sämtliche Bemühungen an der Härte des Kirchenmanns, bis sich Friedrich in seiner Verzweiflung an die schwedische Königin Christina wendet, die damals das Bistum Verden regiert.

Die Besucher erwartet eine packende historische Geschichte, die bis zum Schluss spannend bleibt. Denn ob Friedrich sein Ziel erreicht und der Hexenprozess gegen Catherine ausgesetzt wird, wird natürlich nicht verraten.

Karten für die Aufführungen am Freitag und Sonnabend, 27. und 28. Oktober, sowie am Donnerstag und Freitag, 2. und 3. November und 9. und 10. November, jeweils um 18 Uhr, sind im Vorverkauf zum Preis von 22 Euro bei der Tourist-Information in der Große Straße 40 erhältlich. Der Abend klingt bei Speis’ und Trank (im Preis inbegriffen) in gemütlicher Runde in der Gaststätte Lugenstein aus. J nie

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