Theaterbeirat stellt Programm vor / Auftakt mit Helen Schneider und „Der Ghetto Swinger“

Geschichte von Coco Schumann

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Der Theaterbeirat hat zum 16. Mal ein vielseitiges Programm zusammengestellt (v.l.): Michael Gargas, Dierk Westphal, Roswitha Urbanski und Lisa Holle.

Verden - Auch für die kommende Theatersaison hat der Theaterbeirat der Stadt wieder ein breitgefächertes und spannendes Programm zusammengestellt, das von Klassikern über zeitgenössischen Stücke bis hin zum Kabarett reicht. Von Oktober 2015 bis April 2016 können sich die Zuschauer auf vielversprechende Stücke und namhafte Darsteller in der Stadthalle freuen.

„Wir treffen uns im Winter und beschäftigen uns mit den Spielplänen von 20 bis 30 deutschen Bühnen und versuchen, möglichst immer ein klassisches Stück, eines der klassischen Moderne, ein modernes Stück, Kabarett und ein besonders Werk anzubieten“, so Dierk Westphal vom Beirat. Auch in diesem Jahr sei das wieder gelungen. „Es ist eine tolle Mischung“, findet Beiratsmitglied Roswitha Urbanski. Besonders freue sie, dass die Stadt den Theateretat für die neue Spielzeit nicht gekürzt habe.

Die Saison startet am Sonntag, 18. Oktober, mit dem Stück „Der Ghetto Swinger“ gleich mit einem echten Highlight. Erzählt wird die Geschichte des Jazzmusikers Coco Schumann, für den seine Musik die anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis ist. Als er im KZ landet, ist der Jazz plötzlich eine Möglichkeit, um zu überleben. Die bekannte Sängerin und Schauspielerin Helen Schneider brilliert hier in mehreren Rollen. „Es ist ein Glücksfall, dass wir dieses Stück bekommen haben“, freut sich Westphal. Er weist darauf hin, das hier die Einzelkarte mit 29 Euro teurer ist als bei den anderen Vorstellungen.

Am Donnerstag, 19. November, steht Kabarett mit Wilfried Schmickler auf dem Programm. Schmickler gehört zum Stammpersonal der „WDR-Mitternachtsspitzen“ und ist bekannt für seine satirisch-brillante Analyse der bundesdeutschen Wirklichkeit.

„Der letzte Vorhang“, ein Schauspiel von Maria Goos, wird am Dienstag, 16. Februar, aufgeführt. In den Hauptrollen sind Suzanne von Borsody und Guntbert Warns zu sehen. Die Schauspieler Lies und Richard waren einst ein Traumpaar, haben sich aber längst getrennt. Als Lies die Premiere von Richards neuem Stück retten soll, treffen sich die beiden nach über zehn Jahren wieder. Was dann zwischen ihnen entsteht, ist hochexplosiv. Die Inszenierung wurde 2014 mit dem Inthega-Preis ausgezeichnet.

Am Mittwoch, 2. März, gastiert die Bremer Shakespeare Company erneut in Verden. Zum 450. Geburtstag des „Hausautors“ William Shakespeare“ hat die Company die neue Komödie der britischen Autorin Jessica Swale „Wie es Will gefällt“ inszeniert. Dieses Stück ist zwar nicht von Shakespeare, aber für und über ihn geschrieben. So stürmen plötzlich Shakespeares Dramenfiguren und Zeitgeister aus den Kulissen und stellen allerhand Fragen. Es wird beleidigt, geschwärmt, verleumdet, gesungen und getanzt – eben wie es „Will“ gefällt.

„Der Volksfeind“, eine Neufassung des Dramas von Henrik Ibsen von Rainer Erler, beschließt am Mittwoch, 13. April, die Theatersaison. „Ein Volksfeind“ gehört zu Ibsens gesellschaftskritischen Dramen, die in norwegischen Provinzstädten spielen und aktuelle Probleme der Zeit aufgreifen. „Spannend wie ein Krimi“ wird der Kampf des Kurarztes Tomas Stockmann um sauberes Wasser für seine Heimatstadt beschrieben. Doch dieser Streit ist bald auch ein Kampf gegen den geistigen Morast in dem Badeort. Denn aus egoistischen Motiven ist kaum jemand bereit, etwas gegen die Missstände zu unternehmen.

Michael Gargas, Stadt Verden, weist darauf hin, dass zu Beginn der neuen Saison mehr Platz für Rollstuhlfahrer geschaffen wurde. Daher sind nur noch 573 Sitzplätze statt wie bisher 575 vorhanden.

Eine Verlängerung des Abonnements ist bis Freitag, 19. Juni, möglich. Der freie Vorverkauf für Abonnements, Mini-Abonnements (drei Gastspiele) und Einzelkarten beginnt am 22. Juni. Vorverkaufsstelle ist die Tourist-Information Verden, Telefonnummer 04231/12345.

ahk

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