Mit Tempo 200 durch die Luft

Große Resonanz beim Tag der offenen Tür auf Flugplatz

„Hat Riesenspaß bereitet“: Carsten Kruska (r.) ist nach seinem ersten Segelflug begeistert. - Fotos: Luftfahrt-Verein

Verden-Scharnhorst - Mit einem breiten Lächeln stieg er aus dem Flieger. Der Cluvenhagener Luca Klostermann war nach seinem allerersten Segelflug sicher gelandet. An der Seite von Landesauswahl-Pilot Alexander Klingeberg hatte er ein bisschen die Landschaft aus der Luft erkundet. Und sein Urteil fiel kurz und knapp aus. „Super! Gerne sofort wieder.“

Luca blieb kein Einzelfall. In Endlosschleifen genossen zahlreiche Besucher gestern beim Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz Verden den Blick von oben über Aller-Mündung, Dom und mäandernde Weser.

Organisator Daniel Dibbern hatte sich im Vorfeld wegen der Wärmegrade einige Sorgen über die Resonanz gemacht. Musste er nicht. „Der Zulauf fiel überraschend gut aus, wir sind sehr zufrieden“, zog er ein Fazit. An die 1 000 Menschen dürften es am Ende gewesen sein, die ihren ganz persönlichen Blick auf Flugzeuge und Stände von Gastteilnehmern wie dem Zoll Hannover oder dem Dorfverein Scharnhorst warfen, der für sein Oldtimertreffen Anfang Juli warb.

Was darf als Urlaubsmitbringsel in den Koffer? Der Zoll Hannover informierte.

„Wieder mal ein fantastischer Flug. Diesmal bei perfekten Sichtbedingungen. Bis zum Steinhuder Meer und nach Bremen konnte man sehen.“ Die Dauelserin Sabine Sobiech gehört zu jenen, wie sie verriet, die keinen Tag der offenen Tür des Verdener Luftfahrt-Vereins auslassen. „Und jedes Mal freue ich mich auf den Rundflug.“ Mehr für die Technik interessierte sich die Langwedelerin Ulla Jakob. „Sehr schön, wie uns der Pilot die Instrumente und die Checks erklärt hat.“

Welche Geschwindigkeiten erreichen die Flugzeuge, 200 und mehr Stundenkilometer, wie reagiert der Höhenmesser, wofür brauche ich das Rundinstrument, das Variometer? Das waren die am häufigsten gestellten Fragen derjenigen, die sich für das Hobby Luftsport interessierten. Geduldig antworteten die ehrenamtlichen Verdener Fluglehrer, mehr als ein Dutzend an der Zahl. Sie erklärten und erklärten. Und nicht selten, dass sie Interessierte gleich zu einem Start mitnahmen, und hoch oben erste Versuche eines koordinierten Kurvenflugs, des Höhehaltens und der Orientierung ohne Hinweis- und Ortsschilder folgten. Ob der familienfreundliche Viersitzer, der Motorsegler oder das trendige Ultraleichtflugzeug, überall bildeten sich Menschentrauben.

Welche Aufgabe hat das Variometer? Kurze Einweisung durch Pilot Carl-Christian Grigo (vorn).

Das größte Interesse löste der Neuzugang aus. Eine zweisitzige Viper war erst kürzlich als neuer Schulflieger in Dienst gestellt worden. Vor allem das digitale Instrumentenbrett fiel in den Blick, das sogenannte Glascockpit, mit dem der Verdener Luftfahrt-Verein als erste Motorflugschule der Region in die Zukunft des Fliegens einsteigt. J kr

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