Teilnehmer des internationalen Workcamps gastieren in Verden

„Vielfalt ist eine Stärke“

Bürgermeister Lutz Brockmann (r.) empfing die Teilnehmer des internationalen Workamps im Rathaus.
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Bürgermeister Lutz Brockmann (r.) empfing die Teilnehmer des internationalen Workamps im Rathaus.

Verden - „Ich möchte was Gutes mit meinen Händen schaffen“, verriet Tom Kranzer. Der 17-jährige Franzose beteiligt sich zusammen mit 14 anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen am internationalen Workcamp in Verden. Die Teilnehmer stellen ihre Arbeitskraft unentgeltlich für gemeinnützige Projekte zur Verfügung.

„Für uns ist das ein wundervoller Moment“, erklärte Bürgermeister Lutz Brockmann, der die Gäste gestern Morgen im Rathaus empfing. Er finde es toll, dass Menschen zusammen arbeiten, leben und sich dabei für andere einsetzen. Das Oberhaupt der Stadtverwaltung informierte die Anwesenden über die Geschichte der Allerstadt und die derzeitige „gute“ wirtschaftliche Lage. Zudem berichtete er, dass in Verden viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen leben. , betonte Brockmann. Er stellte fest, dass die Gruppe ebenfalls sehr heterogen sei. „Ihr seid tolle Personen. Ich hoffe, dass ihr die Chance habt, eine bessere Welt ohne Krieg zu kreieren“, sagte Brockmann.

Anschließend forderte er die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 27 Jahren auf, sich einzeln vorzustellen. Die Teilnehmer des Workcamps kommen aus Deutschland, Estland, Russland, der Türkei, Marokko, China, Frankreich und Tschechien. Viele beteiligen sich zum ersten Mal an der Veranstaltung. „Meine Freundin Triinu Erik war schon einmal dabei und hat mich gefragt, ob ich in diesem Jahr auch mitmachen möchte“, erklärte Grete-Lüs Paavo aus Estland. Sie ließ sich nicht lange bitten und ist nun zum ersten Mal in der Bundesrepublik. Die beiden 18-Jährigen wollen in den kommenden Tagen neue Freunde finden, andere Kulturen kennen lernen und vor allem viel Spaß haben. „Die Arbeit, die wir erledigen müssen, ist nicht schwer“, wusste Tanja Obradovic. Ihr gefalle besonders, dass sie und ihre Mitstreiter Sachen errichten würden, die von der Gruppe, aber auch von anderen Personen in Zukunft genutzt werden könnten.

2012 gab es schon einmal in Verden ein Workcamp des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes (IJGD). Die Organisation sucht für die Ausrichtung immer lokale Partner. „Die Mitarbeiter des Jugendzentrums, des Bürgertreffs und wir haben uns entschieden, in diesem Jahr wieder dabei zu sein“, erklärte Niklas Diering vom Bund der Pfadfinder – Stamm Amelungen. Sie hätten sich dann an den IJGD gewandt, der die Veranstaltung beworben und somit auch die Teilnehmer ausgesucht habe.

Diese gastieren seit Sonnabend in der Allerstadt. Sie sind für insgesamt 21 Tage im Pfadfinderheim untergebracht. Alltags arbeiten sie fünf bis sechs Stunden. In dieser Woche verschönern die internationalen Gäste das Außengelände der Pfadfinder. Sie mauern einen Pizzasteinofen und zimmern einen Tisch, an dem nachher 20 Personen Platz finden sollen. Außerdem errichten sie eine Grillhütte im Bürgertreff und bauen im Jugendzentrum einen Sichtschutz und Bänke auf.

„Für die Freizeitgestaltung haben die Jugendlichen ein festgelegtes Budget. Sie müssen zusammen entscheiden, was sie unternehmen wollen“, erklärte David Kuck, der zusammen mit Tiago Fugueira die Gruppe als Teamer betreut.

Das Projekt wird unter anderem aus Mitteln des Netzwerkes Jugendarbeit und der Lokalen AG finanziert.

as

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