Teilen statt Tonne

Alexandra May baut viele verschiedene Sorten Gemüse in ihrem Garten an. Was davon übrig bleibt, bietet sie in der Facebook-Gruppe an. FotoS: Hustedt

Egal ob zum Beispiel vor dem Urlaub oder nach dem gemeinsamen Weihnachtsschmaus, immer wieder stellt sich die Frage: „Wohin mit den restlichen Lebensmitteln?“ Die Facebook-Gruppe „Foodsharing Verden und Umzu“ bietet da eine nachhaltige Alternative zur oftmaligen Endstation Mülleimer.

Verden – „Zuviel zu essen? Dann ab ins Netz, statt in die Tonne!“ Unter diesem Motto präsentiert sich die Facebook-Gruppe „Foodsharing Verden und Umzu“ schon seit dem dem 3. Januar 2015 in dem sozialen Netzwerk. Mittlerweile zählt sie 444 Mitglieder und eine Vielzahl an Beiträgen hat sich angesammelt.

Das könnten aber noch mehr sein, findet die 33-jährige Alexandra May, langjähriges Mitglied von „Foodsharing Verden und Umzu“: „Die Gruppe läuft einfach noch nicht richtig. Nur selten bieten die Leute etwas an, und das, was angeboten wird, findet oft keinen Abnehmer“, erklärt die 33-Jährige. Dabei sei das Prinzip ganz einfach: „Eine Hand wäscht eben die andere, alle Lebensmittel sind kostenlos und jeder kann sich das, was ihn von den Angeboten anspricht, abholen“, so May. Wer etwas bei „Foodsharing Verden und Umzu“ anbieten möchte, macht einfach ein Foto von dem, was er oder sie abzugeben hat, und postet es mit Ortsangabe in die Gruppe.

Alexandra May sieht sich selbst als eines der aktivsten Mitglieder der Gruppe und bietet oft Obst und Gemüse aus ihrem heimischen Garten an, darunter zum Beispiel Zucchini, Tomaten, Auberginen, Kohlrabi und Rotkohl. Ein paar Lebensmittel konnte sie mithilfe der Gruppe bereits vor einem Ende im Mülleimer retten.

Die gebürtige Verdenerin könnte sich aber auch vorstellen, dass sich viele nicht trauen, das Angebot wahrzunehmen, weil sie dadurch bedürftig wirken könnten: „Was kompletter Quatsch ist“, sagt May.

Ihre persönliche Motivation, aktiv in der Gruppe mitzuwirken? „Es ist viel besser, etwas zu teilen, anstatt es einfach wegzuschmeißen.“

Die Administratorin der Gruppe, Dana Peters, hat seit Montag, 12. August, die Privatsphäre-Einstellung der Gruppe von „Geschlossen“ auf „Öffentlich“ geändert. Damit kann jetzt jeder die geposteten Beiträge sehen, ohne vorher akzeptiert zu werden und „Foodsharing Verden und Umzu“ beitreten zu müssen. In Achim gebe es auch schon eine Foodsharing-Gruppe. Und die laufe um einiges besser, als die in Verden.

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