Technologie der Zucht

Bundeslandwirtschaftsminister beeindruckt von Verdener Organisationen

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Beeindruckt von den Ergebnissen der Hannoveraner-Zucht zeigte sich Minister Christian Schmidt. Mit dem Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt und dem Landtagsabgeordneten Adrian Mohr hatte er das Training in der Niedersachsenhalle verfolgt.

Verden - Der Stellenwert der Tierzucht in Verden hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gestern bei seinem Besuch in der Reiterstadt schwer beeindruckt. „Wir sind stolz, dass wir mit Masterrind für die Rinderzucht und mit dem Hannoveraner Verband für Pferdezucht Aushängeschilder hier in Verden haben“, machte denn auch der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt deutlich. Der Wahlkämpfer war mit dem Kabinettsmitglied aus Berlin im Forum des Hannoveraner Verbandes zu Gast.

Als erste Station hatte der Minister die Masterrind besucht und dabei großes Interesse am Stand der Technik in der Rinderzucht verraten. Beispielsweise fand er das Verfahren zur Geschlechtsbestimmung bei der Zucht bemerkenswert. „So ist eine gute Nutzung der lebendigen Tiere später sichergestellt“, meinte Schmidt. Er erinnerte an das Problem der überzähligen männlichen Kälber in der Milchwirtschaft.

Auch das Ziel hinter der heutigen Rinderzucht wollte Schmidt wissen: „Wird ein weiterer Spitzenwert bei der Milchleistung verfolgt?“, fragte er den Geschäftsführer der Masterrind. Ralf Strassemeyer erläuterte, dass die stabile Milchleistung einer Kuh im Vordergrund stehe. Rekordleistungen seien nicht als Ziel zu sehen. In der Niedersachsenhalle erlebten die politischen Gäste das Training der Zuchtpferde des Hannoveraner Verbandes.

Vor vielen Landwirten nahm Schmidt im Forum des Hannoveraner Verbands in einer Podiumsdiskussion mit den Fachleuten aus der Zucht und den örtlichen CDU-Kandidaten, Mattfeldt für den Bundestag und Adrian Mohr für den Landtag, ausführlich Stellung zu aktuellen Entwicklungen in der Landwirtschaft. Für die Milchpreise forderte der Minister, dass das Risiko der Preisentwicklung nicht weiter alleine bei den Anbietern liegen dürfe. „Strukturen müssen sich im Milchmarkt ändern, sonst können wir die Uhr für die nächste Krise stellen“, warnte Schmidt. Er empfahl die Bildung von Preisschwellen auf genossenschaftlicher Basis für die Anbieter.

Auf dem Podium im Forum des Hannoveraner Verbands konnte Andreas Mattfeldt (stehend) Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (Mitte), Vertreter der Zuchtorganisationen und Kreislandwirt Jörn Ehlers (r.) begrüßen. 

Kreislandwirt Jörn Ehlers fragte beim Bundesminister nach der Bedrohung durch die afrikanische Schweinepest. Schmidt sicherte zu, alles für die äußerst wichtige Prävention zu veranlassen. Deswegen sei er nach zwei nachgewiesenen Fällen in Tschechien in engstem Kontakt mit seinem Amtskollegen dort. Zum strittigem Thema des Kastenstandes bei Schweinehaltern gab Schmidt an, dass unter seiner Verantwortung das Vertrauen der Landwirte in die Politik ganz vorne stehe. „Verlässlichkeit ist für das Vertrauen in die Investitionen zum Tierwohl unabdingbar“, so Schmidt. Man könne nicht alle zwei Jahre die Regeln ändern.

Entsetzt zeigte sich Schmidt vom Skandal um die Fipronil-Eier, dass die europäischen Partner erst Monate nach der Entdeckung die Nachbarländer informiert hätten. „Beim Telefonat mit dem holländischen Kollegen wurde es etwas lauter“, sagte Schmidt. Das Thema der Verbrauchersicherheit eigne sich allerdings nicht für den Wahlkampf. 

 lee

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