Schule Walle: Anbau zum Jahresende fertig

Viel Teamgeist beim Sportfest

Ein Kind umläuft eine Pylone. Im Hintergrund  sind Kinder zu sehen, die mitfiebern und anfeuern.
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Auf die Plätze, fertig – und los geht’s zum Punktesammeln für die eigene Klasse.

Endlich mal wieder alle Schulfreunde auf einmal sehen - die Freude darüber war bei den Waller Grundschülern besonders groß. Gelegenheit dazu bot ein Sportfest, dass der Förderverein und die Nachmittagsbetreuung mitfinanziert hatten. Aus der Nachmittagsbetreuung wird nach den großen Ferien der offene Ganztag. Der muss aber räumlich eingeschränkt starten. Denn aufgrund eines Wasserschadens nach einem Unwetter wird der schulische Anbau erst zum Winter fertig.

Verden-Walle – „Gebt euer Bestes – für eure Klasse!“ Klare Ansage vom Trixitt-Team an die Waller Grundschüler. Nicht die Einzelleistung steht hier im Vordergrund, sondern die gesamte Gruppe. Und natürlich das gemeinsame Erlebnis nach Monaten des Wechselbetriebs oder gar Homeschoolings.

„Ich habe nicht den Eindruck, dass die Kinder hinterherhängen“, sagt Schulleiterin Anne Grotheer mit Blick auf den Unterrichtsstoff, der in den zurückliegenden Monaten vermittelt wurde. Auch was die Psyche der Grundschüler angeht, habe sie – zumindest für Walle – ein gutes Gefühl, so Grotheer weiter. Die Eltern im Einzugsbereich der Schule seien sehr präsent, hätten ihre Kinder während des Lockdowns gut begleitet.

Anfeuerungsrufe konkurrieren mit lauter Musik

Gleichwohl sei das Miteinander in der Schule natürlich auf der Strecke geblieben. Endlich mal wieder etwas mit allen zusammen machen, das durften die Kinder der ersten bis vierten Klassen lange Monate nicht. So ist die Stimmung beim Schulfest am Dienstagvormittag bestens. Laute Anfeuerungsrufe bei Wettrennen, Basketball, Hindernisparcours und Känguru-Sprung konkurrieren mit der Musik, die in der Turnhalle aus den Boxen dröhnt. Und zwischendrin stehen die Kinder, nach Kohorten sortiert, und quasseln, was das Zeug hält.

Erst springen und dann treffsicher sein, sechs Stationen forderten Teamgeist und Fitness.

„Wir wollten den Kindern zum Ende des Schuljahrs etwas Schönes bieten“, sagt Schulleiterin Anne Grotheer und schaut zufrieden auf das fröhliche Treiben an und in der Halle. Die Bewegung sei ja in den vergangenen Monaten zu kurz gekommen. Die Möglichkeit, das Team von Trixitt mit seinen Sportangeboten nach Walle zu bekommen, ergriff die Schule daher nur zu gerne.

Und die Freude in den Augen der Grundschüler, die erhitzten Gesichter sagen: Es war die richtige Entscheidung. Genauso wie das Angebot der Brötchen-Eltern, die für die hungrige Meute ein reichhaltiges Frühstück vorbereitet hatten. Das erste Mal in diesem Jahr.

Der erste Einsatz für die Frühstückseltern in diesem Jahr: ein leckeres Buffet zaubern für die sportlichen Kids.

Förderverein und die Nachmittagsbetreuung hatten das Sportfest zum größten Teil finanziert, für jedes Kind blieb ein Eigenanteil von drei Euro. Dafür durften die rund 100 Mädchen und Jungen dann an sechs Stationen Teamgeist und Fitness unter Beweis stellen. „Wir haben uns in diesem Jahr ganz bewusst gegen Bundesjugendspiele entschieden“, bekräftigt Anne Grotheer. „Es geht darum, Spaß zu haben. Ohne Druck. Ohne Erwartungen.“

Auch hinter den Kindern liege ein verrücktes Jahr, stellt die Schulleiterin fest und hofft, dass der Schulbetrieb nach den Sommerferien so normal wie möglich weitergeht, also bevorzugt im Szenario A. „Aber ich habe lieber ein verlässliches Szenario B, als dass es wieder ins Szenario C rutscht“, bereitet sich Anne Grotheer mental auch auf einen Wechselbetrieb vor.

Eigene Kräfte stemmen den Ganztag erst einmal allein

Die Stundenpläne fürs nächste Schuljahr macht die Rektorin lieber erst zum Ende der Sommerferien. Abgeschlossen sind hingegen die Pläne für den offenen Ganztag, der nach den Sommerferien beginnt. Wenn auch in etwas abgespeckter Form, als ursprünglich vorgesehen. Auf Verträge mit außerschulischen Partnern, zum Beispiel mit der Feuerwehr oder den Landfrauen, hat Anne Grotheer für das neue Halbjahr verzichtet. „Wir stemmen den Ganztag jetzt erst einmal mit eigenen Kräften.“ Und die werden den Kindern neben dem freien Spiel auch Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften wie Theater, Tanzen und kreatives Gestalten anbieten.

104 Mädchen und Jungen werden die Waller Grundschule nach den großen Ferien besuchen, etwas mehr als die Hälfte, 58, wurden für den offenen Ganztag angemeldet. Dabei konnten die Eltern sich sowohl für einzelne Tage als auch für verschiedene Abholzeiten, 14, 15.45 und 17 Uhr, entscheiden. In der Planung nicht ganz einfach, für die Familien aber eine gute, weil flexible Lösung. Nicht zuletzt deswegen rechnet Anne Grotheer damit, dass sich die Anmeldungen für den offenen Ganztag in Zukunft noch erhöhen werden.

Mit dem aktuellen Raumangebot ist die Grundschule allerdings am Ende ihrer Möglichkeiten. Und Anne Grotheer rechnet nicht damit, dass der Erweiterungsbau der Schule, wie eigentlich geplant, bis zum Herbst zur Verfügung steht.

Nach einem Wasserschaden muss die Grundschule sich noch gedulden, bis ihre neuen Räume fertig sind.

Tatsächlich bestätigt Karin Meyer von der städtischen Hochbauabteilung die Vermutung der Schulleiterin. Sie leitet das Projekt und berichtet, dass es Anfang Juni, durch ein Unwetter einen Regenwassereinbruch im Bereich des Grundschul-Neubaus gegeben habe. „Die Bereiche Mensa und Krippe sind nicht betroffen“, betont sie.

Krippe wird rechtzeitig fertig

Das Wasser konnte schnell wieder aus dem Gebäude abgepumpt werden. Karin Meyer: „Glücklicherweise ist kein größerer Schaden entstanden.“ Dennoch mussten Profis von der Bautrocknung ran. Darüber hinaus sind durchfeuchtete Teile im Innenausbau auszutauschen und wieder herzurichten.

„Hierdurch entsteht ein Bauverzug im Bereich der Grundschule“, so die Projektleiterin weiter. „Der Fertigstellungstermin für die Schule verschiebt sich somit auf das Jahresende.“ Die Eröffnung des Bereiches Grundschule soll nun nach den Weihnachtsferien, im Januar 2022 erfolgen. Der Bereich Krippe aber könne planmäßig zum neuen Kita-Jahr am 30. August eröffnet werden.

Von Katrin Preuss

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