Tatort Stadthalle: Axel Prahl und sein Inselorchester zu Gast

Auch die leisen Töne

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Eher laut und forsch, so kennt das Publikum den Schauspieler Axel Prahl als Tatortkommissar Thiel. Doch der Mann kann auch die leiseren Töne. Wenn Axel Prahl zur Gitarre und zum Mikrophon greift, hört das Publikum gebannt zu. Am Freitag, 18. März, ist Prahl mit seinem Inselorchester in der Stadthalle Verden zu Gast. Im Frühjahrskonzert des Vereins Verdener Jazz- und Blues-Tage präsentiert der Kommissar sein erstes Album „Blick aufs Mehr“.

Als Achtjähriger bekam Prahl die erste Gitarre aus einem schwachbunten Quelle-Katalog, als Dreizehnjähriger träumte er davon, mal eine Schallplatte zu machen, als junger Mann versucht er sein Glück mit einem Musikstudium auf Lehramt in Kiel, um es dann doch zunächst lieber als Straßenmusikant in Spanien finden zu wollen.

„Gut Ding will Weile haben“, dachte sich der schauspielernde Musiker. Nun ist es soweit. Axel Prahl brachte, 51-jährig, sein erstes Album „Blick aufs Mehr“ heraus und gibt dazu einige Konzerte. Doch er singt nicht irgendwas! Er interpretiert nicht Brel neu oder Brecht anders, singt keinen Swing oder Schlager, nein: Prahl singt Prahl. Er singt, was aus der eigenen Feder und dem eigenen Erleben entsprungen ist – mit Blick aufs Mehr.

Seine Band ist ein kleines handverlesenes Orchester von neun Musikern, die in der deutschen Rock-, Jazz- und Klassikszene einen klangvollen Namen und eine Menge Erfahrung einzubringen haben. Allen voran Danny Dziuk, der das Ansehen von Stoppok und jenes von Annett Louisan befördert hat, aber auch der Beliebtheit von Hauptkommissar Frank Thiel – eher unbemerkt – mit einigen Musiken in der Tatort-Historie unaufdringlich behilflich war.

Der Musiker Prahl räsoniert (mit „Blick aufs Mehr“) und randaliert (als „Cosmopolitano“), säuselt und seufzt („Wieso bist du immer noch da?“). Er ist bissig bis blauäugig brav, rührt, verführt und taucht (als „Wilde Welle“) das Publikum in ein höchst vergnügliches, heiß-kaltes Wechselbad der Gefühle. Prahl und seine Musiker verzaubern mit einer atemraubenden Melange musikalischer Stilmittel.

Einlass ist ab 19 Uhr und das Konzert beginnt um 20 Uhr. Der Vorverkauf hat begonnen. Die Preise liegen zwischen 39 und 45 Euro je nach Kategorie, wobei Mitglieder des Vereins Jazz- und Blues-Tage zwei Euro an der Abendkasse erstattet bekommen.

Karten gibt es in allen Geschäftstellen der Mediengruppe Kreiszeitung, der Tourist-Information Verden und über www.nordwest-ticket.de.

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