Auf der Suche nach Baugrund / Nachverdichtung und Nutzung von Lücken

Es fehlt günstiger Wohnraum

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Wo früher ein Rasthof stand, ist eine neue gemischte Siedlung für Mehrfamilien-, Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser geplant. Direkt an der Hamburger Straße soll ein Komplex für Büros und Dienstleistung die hintere Bebauung abschirmen.

Verden - In Verden fehlt günstiger Wohnraum. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da galt der Wohnungsmarkt als gesättigt. Jetzt kann es den Stadtplanern gar nicht schnell genug gehen. Einem Antrag der SPD-Fraktion folgend, hat die Verwaltung eine Beratungsvorlage erarbeitet, in der das Ziel formuliert ist, den Bau von über 500 Wohnungen bis zum Jahr 2021 zu fördern. 20 Prozent davon sollen Sozialwohnungen sein.

Das Problem: Es fehlt an Baugrund, auch für den Neubau von Eigenheimen. Deshalb kommt der Stadtplan jetzt sozusagen unter die Lupe, um geeignete Flächen oder Lücken zu entdecken. Das wird nicht einfach, denn die Wohnungen sollen nicht nur bezahlbar sein, sondern auch von ihrer Lage her eine gute ÖPNV-Anbindung haben, in ökologischer Bauweise erstellt werden und ein gemischtes Wohnumfeld haben, um Gettobildung zu vermeiden.

In dieses Konzept passt die Aufstellung eines Bebauungsplans „Hamburger Straße/Worthmanns Hof“. Wo bis vor kurzem noch ein Resthof stand, sollen nun Wohnungen, Reihenhäuser und Einzelhäuser entstehen. Die Fläche grenzt an die viel befahrene Hamburger Straße, auf der gegenüberliegenden Seite flankiert von der Bahnlinie Bremen/Hannover. Laut ist es hier. Das ist auch den Investoren, Trend Immobilien, bewusst, deren Pläne hier einen lang gezogenen Baukörper mit gemischter Nutzung – Dienstleistungen und Büros – vorsehen. Dahinter sehen die Pläne eine Bebauung mit Reihen- und Doppelhäusern, Mehrfamilienhäusern und Richtung Baugebiet „Neumühlen“ Einzelhäusern vor. Die Erschließung wird über den Kreisel und die Elisabeth-Selbert-Straße führen.

Im Großen und Ganzen gefiel dem Ausschuss für Stadtentwicklung am Mittwochabend das Vorhaben der Firma Trend Immobilien GmbH. Mit der Einschränkung, die Bedenken des Ortsrates Dauelsen zu berücksichtigen, stimmte der Ausschuss den Plänen zu. Der Ortsrat wünscht sich für den großen Block an der Hamburger Straße eine aufgelockerte Bauweise, viel Grün und eine Lösung hinsichtlich des Schallschutzes.

Nur wenige hundert Meter weiter wächst das neue Gewerbegebiet „Verden-Nord“. Weil hier alle Flächen vergeben sind, es aber weitere Anfragen gibt, wird jetzt die von Beginn an eingeräumte Erweiterung konkret. Der Bebauungsplan Gewerbegebiet „Verden-Nord I südlich der Bertha-Benz-Straße“ soll nun auf den Weg gebracht werden. Im Zuge des Verfahrens wird es eine öffentliche Auslegung geben. Im Vorfeld war die Öffentlichkeit bereits zu einem Informationsabend eingeladen worden. Weil die beabsichtigte Nutzung als Gewerbegebiet ein Eingriff in das Schutzgut Boden ist, sind Kompensationsmaßnahmen unumgänglich. Gleichzeitig sollen vorhandene Bäume möglichst erhalten bleiben. Am Ende sollen Begrünungsmaßnahmen dafür sorgen, dass sich das Gewerbegebiet in das bestehende Orts- und Landschaftsbild fügt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung stimmte dem Plan zu.

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