Landesnahverkehrsgesellschaft gibt grünes Licht

Ausweitung des Zugverkehrs: Im Stundentakt von Verden nach Hamburg?

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Fährt bald stündlich ein Zug nach Hamburg? 

Verden – Laut der Stadt soll die Landesnahverkehrsgesellschaft schriftlich bestätigt haben, dass mit der Fertigstellung des zweiten Gleises zwischen Rotenburg und Verden der Schienenpersonennahverkehr auf der Strecke ausgeweitet wird.

„Mit der Inbetriebnahme des zweiten Gleises nach Rotenburg ist künftig ein durchgehender Stundentakt für den Nahverkehr zwischen Verden und Rotenburg mit einer guten und verlässlichen Anbindung nach Hamburg geplant. Ebenso ist für die Gegenrichtung dann eine bessere Anbindung an den IC nach Hannover vorgesehen“, teilt Bürgermeister Lutz Brockmann in seinem Sachstandsbericht mit.

Bereits zum Fahrplanwechsel 2022 werde die Nahverkehrslinie der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen zugeordnet. Gleichzeitig würden die Dieseltriebwagen gegen moderne Elektrotriebwagen ausgewechselt werden. Dies schaffe einen barrierefreien Ein- und Ausstieg in Verden und Rotenburg.

Lärmschutz: Siebter runder Tisch zum zweiten Gleis

Kürzlich hat die Bahn beim siebten runden Tisch den Sachstand zum „Vollschutz vor Bahnlärm“ für den Bau eines zweiten Gleises von Rotenburg nach Verden vorgestellt.

„Gegenüber der bestehenden Lärmbelastung von Nachts bis zu 75 Dezibel an der Bahnstrecke bringt der gesetzliche Lärmschutz für viele Wohnbereiche in der Stadt Verden eine deutliche Reduktion der mittleren Lärmbelastung auf Nachts unter 49 Dezibel“, so die Stadt. Eine Reduktion um zehn Dezibel entspreche einer Halbierung.

Die Bedingung der Region fordere gemäß den Empfehlungen des Bundesumweltamtes eine Begrenzung der maximalen nächtlichen Lärmwerte auf 45 Dezibel bei teilgeöffnetem Fenster für einen ungestörten Schlaf. Dies erfordert zusätzliche übergesetzliche Lärmschutzmaßnahmen. 

Bürgerbeteiligung zum Lärmschutz geplant

Hierzu prüft die Bahn derzeit als Varianten zusätzliche Maßnahmen, die der Bundestag für den übergesetzlichen Lärmschutz bereits beim Schienenausbau am Oberrhein finanziert. Dies sind baulich verstärkte Lärmschutzwände, welche mit zusätzlichen Auskragungen oberhalb der Schienenwege oder welche zwischen den Schienen sowie Einhausungen. Lärmschutzwände mit Auskragungen (auch Lärmschutzgalerien genannt) reduzieren um 20 bis 25 Dezibel ) und somit auf ein Viertel des heutigen Bahnlärms.

Sobald Entwürfe für den Vollschutz vor Bahnlärm für die Stadt Verden vorliegen, erfolgt hierzu eine Beratung in den drei lokalen Arbeitskreisen (Kernstadt, Dauelsen/Neumühlen und Walle/Scharnhorst) und der Lenkungsgruppe. Ebenso ist eine Bürgerbeteiligung geplant, bevor die Meinungsbildung in den Ratsgremien zusammengetragen wird.

Ende 2019 will die Bahn dem Bundesverkehrsministerium eine Vorzugsvariante vorlegen, so die Stadt weiter. Vor der Sommerpause 2020 soll der Bundestag dann über die Finanzierung des Lärmschutzes beim Schienenausbau Rotenburg-Verden entscheiden.

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