Stützpunkt stellt Hilfsmittel vor

Besser hören und sehen im Alter

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Technikberaterin Karen Hentschel demonstriert den Gebrauch eines Bildschirmlesegerätes. Mit dem Gerät lassen sich Schriftstücke oder Gegenstände stufenlos am Bildschirm vergrößern.

Landkreis - Das Gehör und die Augen können im Alter nachlassen. Nicht alle Betroffenen mögen ein Hörgerät tragen, und manche Augenerkrankung lässt sich durch eine Brille nicht ausgleichen. Welche Hilfsmittel das Hören und Sehen erleichtern können, darüber informiert Technikberaterin Karen Hentschel vom Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises.

Bei Hörproblemen bieten sich insbesondere technische Hilfen an, die akustische Signale verstärken oder in Form von Licht oder Vibrationen umsetzen. So leitet ein Klingelverstärker das Tür- oder Telefonklingeln per Funk auf ein Alarmgerät weiter. Das Klingeln wird als Lichtsignal angezeigt oder ist als Vibrationsalarm an einem Armband spürbar. Dieses Prinzip funktioniert auch bei anderen Funkgeräten und Rauchmeldern. Bei sehr schweren Hörbeeinträchtigungen oder Taubheit werden die Kosten für diese Geräte von der Krankenkasse übernommen.

Spezielle Hörverstärker sorgen dafür, dass Betroffene Gesprächen in größeren Gruppen besser folgen können oder beim Fernsehen mehr hören, ohne die Lautstärke hochdrehen zu müssen. Solche Verstärker werden direkt mit dem Fernsehgerät verbunden oder ein Mikrofon wird auf die Geräuschquelle ausgerichtet. Das Gerät überträgt das Signal entweder an einen Kopfhörer oder, falls vorhanden, an das Hörgerät. Darüber hinaus gibt es Telefone und Handys, die besonders laut klingeln und deren Lautstärke sich einstellen lässt.

Stark sehbeeinträchtigten Menschen empfiehlt Hentschel, ihre Umgebung der Beeinträchtigung anzupassen. So kann eine einfache, farbige Antirutschmatte, wie für Teppiche üblich, für Kontrast zwischen Tisch und Geschirr sorgen. Das Geschirr hat zugleich einen festeren Stand. Konturen im Bad oder Treppenstufen können mit farbigem Klebeband, Positionen der Schalter an Herd und Waschmaschine mit tastbaren Klebepunkten markiert werden. Auch auf eine optimale Ausleuchtung der Wohnung sollte geachtet werden.

Hilfreich bei Sehbeeinträchtigungen können moderne Smartphones sein. Anwendungen (Apps) dafür können beispielsweise Schriftstücke vorlesen, Farben erkennen oder die Barcodes von Produkten lesen. Einige Hersteller haben die Bedienung so angepasst, dass blinde Menschen das Gerät bedienen können. Als Hilfsmittel kommen außerdem Hörbücher, optische und digitale Lupen, Bildschirmlesegeräte und Vorlesegeräte in Frage.

Kostenlose Beratungen bietet der Senioren- und Pflegestützpunkt an. Ansprechpartnerin ist Karen Hentschel, Telefonnummer 04231/15-268, E-Mail karen-hentschel@landkreis-verden.de.

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