Startschuss am 1. Mai

Verden radelt für Fitness und Klimaschutz

Bereit zur Abfahrt: Bürgermeister Lutz Brockmann und die drei „Stadtradeln-Stars“, Klimamanagerin Lisa Pischke, Kriminaldirektor a.D. Uwe Jordan und Superintendent Fulko Steinhausen (v.l.).
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Bereit zur Abfahrt: Bürgermeister Lutz Brockmann und die drei „Stadtradeln-Stars“, Klimamanagerin Lisa Pischke, Kriminaldirektor a.D. Uwe Jordan und Superintendent Fulko Steinhausen (v.l.).

Am 1. Mai fällt in Verden zum zweiten Mal nach 2020 der Startschuss zum Stadtradeln. Bis einschließlich 21. Mai zählt dann jeder Kilometer, den ein Verdener Bürger oder ein Pendler auf dem Rad zurücklegt. Mit dabei sind die städtische Klimaschutzmanagerin Lisa Pischke, der ehemalige Polizeichef Uwe Jordan und Kirchenkreis-Superintendent Fulko Steinhausen. Die drei sollen als „Stadtradeln-Stars“ möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.

Verden – Die Kette geölt, die Reifen aufgepumpt, den Sattel auf die richtige Höhe eingestellt, Klingel, Bremsen und Licht funktionieren einwandfrei: Ginge es nach Lisa Pischke, Fulko Steinhausen und Uwe Jordan, könnte das Stadtradeln in Verden schon heute beginnen. Der offizielle Startschuss fällt aber am Sonnabend.

Im Zeitraum zwischen dem 1. und 21. Mai ist Verden zum zweiten Mal nach 2020 am Stadtradeln beteiligt. Dann zählt jeder Kilometer, den die Teams auf dem Fahrrad zurücklegen. Um etwas für die eigene Fitness zu tun, vor allem aber, um durch den Verzicht aufs Auto den Ausstoß von CO2 zu mindern und so das Klima zu schützen. Und, um festzustellen, wo Strecken ausgebaut oder verbessert werden müssen.

Es gilt, die knapp 184 000 Kilometer des Vorjahres zu toppen. Angesichts der bereits gemeldeten 97 Teams – 2020 waren es 67 – sollte das kein Problem sein. Aktueller Spitzenreiter mit 77 Radelnden ist das Domgymnasium. Auf den weiteren Rängen sind Firmen und Behörden zu finden, Kindergärten, die Stadtverwaltung, Feuerwehren, Sportvereine, Freundeskreise und Nachbarschaften.

Anmeldung im gesamten Aktionszeitraum möglich

Damit sich nun noch mehr Verdener und in Verden arbeitende der Aktion anschließen, fungieren Klimaschutzmanagerin Lisa Pischke, der ehemalige Polizeichef Uwe Jordan und Kirchenkreis-Superintendent Fulko Steinhausen als Motivatoren, als „Stadtradeln-Stars“. Denn „Ups, Termin verpasst, nun hat’s schon angefangen“ gilt nicht als Ausrede. Anmelden kann man sich während der gesamten Laufzeit. Ganz einfach auf den grünen Button unter www.stadtradeln.de/verden klicken. Dort können übrigens Teilnehmende des vergangenen Jahres auch ihren Account reaktivieren.

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft: Für die „Stadtradeln-Stars“ gab’s Reflektorbänder.

Die drei „Stadtradeln-Stars“ treten nicht nur kräftig in die Pedalen, sondern berichten unter www.stadtradeln.de/blog regelmäßig über ihre Erfolge, vielleicht auch über die Misserfolge. Denn vor allem Fulko Steinhausen hat sich für den Aktionszeitraum einiges vorgenommen. Sein Wirkungsbereich ist der gesamte Landkreis. Da kann eine Dienstfahrt schnell mal ein, zwei Stunden dauern.

Superintendent hat sich ein E-Bike geborgt

Vorsichtshalber hat sich Steinhausen dafür ein E-Bike geborgt. Dennoch: „Es wird Teil der Herausforderung sein, meine Termine so umzuplanen“, ist sich der Geistliche schon jetzt gewiss. Dankbar nimmt er dann den Tipp von Uwe Jordan an, sich Handtuch und Wäsche zum Wechseln mitzunehmen, um am Ziel gegebenenfalls die verschwitzte gegen frische Kleidung tauschen zu können.

Mit seiner Teilnahme am Stadtradeln setzt der Superintendent übrigens schon mal die geplante ökologische Selbstverpflichtung des Kirchenkreises um. Danach soll in allen angeschlossenen 23 Kirchengemeinden künftig mehr mit Waden- als mit Motorantrieb gefahren werden, unter anderem mithilfe von Dienst-E-Bikes.

Auch beim Stadtradeln heißt es „Rauf aufs Rad statt rein ins Auto“. Lisa Pischke pendelt so per Drahtesel zwischen Wohnort Wahnebergen und Arbeitsplatz in Verden. Das tut die passionierte Radlerin aber ohnehin. Für das Stadtradeln plant die 25-Jährige daher, ihre neue Heimat besser kennenzulernen. „Es ist für mich nicht leicht, mich zu orientieren“, sagt die Potsdamerin und fügt hinzu: „Ich hoffe, ein paar Schleichwege zu finden.“

Uwe Jordan könnte seine Mission als Ruheständler ganz entspannt angehen. Allerdings ist der Kriminaldirektor a.D. Rennradfahrer und sowieso „ein Draußen-Typ“. „Ich bin mal gespannt, wo sich Situationen ergeben, wo man vielleicht doch ein Auto braucht“, sieht er in seiner Teilnahme auch einen Selbsttest. Eins ist dabei aber schon jetzt klar: Regen zählt nicht als Ausrede.

Weitere Informationen unter www.stadtradeln.de.

Von Katrin Preuss

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