Übergabe in der Kreissparkasse Verden 

Stiftung überreicht Spende für das Palliativnetz Verden und das LdW Bremen

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Von links nach rechts: Claudia Brandhorst, Gitta Scheller, Uwe Voß, Werner Kühnemann, Anneliese Gieschen, Dr. Matthias Oehm, Friedrich Thein, Sonja Schenk und Beate Patolla.

Verden - Trotz der Aufregung, die am Freitag bei der Kreissparkasse Verden wegen des Fundes des „Weißen Pulvers“ herrschte, konnte erstmals eine Spende der SchellerVoß-Stiftung übergeben werden.

Die Stiftung wurde im Frühjahr 2017 gegründet. Somit sei sie das „jüngste Baby“, der Kreissparkasse Verden, sagte Beate Patolla (Leiterin Unternehmenskommunikation), in Vertretung der Vorstandsvorsitzenden Silke Korthals. Diese konnte aufgrund des Großeinsatzes der Spendenübergabe nicht beiwohnen.

Dank der Initiative von verschiedenen Spendern konnten dem Förderverein „Palliativstation am Klinikum Links der Weser“ in Bremen, und dem Verein „Palliativnetz im Landkreis Verden“ jeweils 2 000 Euro überreicht werden. „Ich bin froh, dass sich so viele von der Idee haben anstecken lassen“, dankte Beate Patolla den anwesenden Spendern für ihren vorbildlichen Einsatz.

Die Stifter und Initiatoren der SchellerVoß-Stiftung, Doktor Gitta Scheller und Uwe Voß, wollen sich mithilfe der Stiftung für die palliativmedizinische Versorgung von schwerkranken Menschen einsetzen: „Wir wollen diesen Menschen eine Freude machen.“ Als sich die beiden anfangs die Frage stellten, wofür die von ihnen gegründete Stiftung sein soll, dachte Uwe Voß zuerst an die Umwelt, seine Frau Gitta Scheller in eine ganz andere Richtung: „Ich habe mich gefragt, ob man Schwerkranken noch zu Glück verhelfen kann, und habe mich an die Arbeit meiner Mutter im Klinikum Links der Weser erinnert“, berichtete sie.

Denn die Menge an Glück, die ein Mensch empfindet, nehme im Laufe seines Lebens immer weiter ab, das belege eine Studie. Auch das, woran jemand festmacht, ob er glücklich ist oder nicht, ändere sich mit der Zeit. Gerade für ältere Menschen, seien Familie und Gesundheit, aber auch die finanzielle Absicherung, Glücksfaktoren.

„Wir wollen den Menschen ermöglichen, einen Sinn im Leben zu sehen“, erzählte Gitta Scheller den Anwesenden über ihre Motivation, die SchellerVoß-Stiftung zu gründen. Viele schwerkranken Menschen würden ganz alltägliche Dinge, Kleinigkeiten, am meisten schätzen.

„Durch die Stiftung konnte schon vielen schwerkranken Menschen bei uns im Links der Weser der eine oder andere Glücksmoment beschert werden“, erzählte Friedrich Thein mit einem Lächeln.

Er erinnerte sich an einen jungen, schwerkranken Patienten, dessen innigster Wunsch es war, noch einmal sein Pferd sehen zu dürfen. Mithilfe des Geldes der Stiftung konnten ein Anhänger gemietet und das Pferd an das Klinikum Links der Weser gebracht werden. „Den Moment, in dem er dann sein Pferd gesehen hat, werde ich nie vergessen“, schwärmt Friedrich Thein. Nachdem andere von der Station davon mitbekamen, wollten sie auch zum Pferd, bis fast die gesamte Station sich um das Glücksross gescharrt hatte.

„Wir können dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben“, rezitierte Friedrich Thein Cicely Saunders, eine weltweit berühmte englische Krankenschwester, zum Abschluss seiner Erzählung.

Aber auch viele andere kleinere Freuden konnten mit der SchellerVoß-Stiftung nicht nur auf der Station, sondern auch im ambulanten Dienst möglich gemacht werden. Die Initiatoren hoffen, dass diese Momente in Zukunft noch mehr werden.

Anwesend bei dem Treffen waren außerdem die Spenderin Claudia Brandhorst von Studio 40 Immobilien, Spender Werner Kühnemann vom Lions-Club Ottersberg, Anneliese Gieschen und Matthias Oehm vom Verein Palliativnetz im Landkreis Verden sowie Friedrich Thein und Sonja Schenk vom Förderverein der Palliativstation am Klinikum Links der Weser. 

lh

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