Spende aus dem alljährlichen Mistelverkauf übergeben

Verdener Rotarier ünterstützen „Sternenfahrten“ 

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Frank Hupe, zweiter Vorsitzender Projekt „Sternenfahrten“, Sabine Fiddelke, zweite Vorsitzende Förderverein KiTa Dauelsen, Ulla Schobert, geschäftsführende Leiterin des Verdener Frauenhauses und der Biss, sowie Verdens Rotary-Präsident Jürgen Menzel. 

Verden - Der vorweihnachtliche Mistelverkauf der beiden seit mehr als fünf Jahrzehnten befreundeten Rotary Clubs aus Verden und Flers (Frankreich) liegt nun schon einige Zeit zurück. Jetzt erfolgte die Übergabe des Verkaufserlöses. Der zweite Vorsitzende des Projektes „Sternenfahrten“, Frank Hupe, konnte eine Spende in Höhe von 3 200 Euro entgegennehmen.

Die Übergabe erfolgte im Rahmen eines Club-Meetings der Rotarier, bei dem auch über zwei andere Projekte, die von dem Verdener Serviceclub unterstützt werden, berichtet wurde: die Kindertagesstätte Dauelsen, deren Kinder sich über einen neuen Wasserlauf auf dem nun gestalteten Außengelände freuen konnten, und das von der Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt in Verden (Biss) unter der Trägerschaft des Frauenhauses initiierte Präventionsprojekt „Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt“, das bereits seit 2014 von den Rotariern gefördert wird.

Auch das Projekt „Sternenfahrten“ konnte sich bereits zum zweiten Mal über eine Spende des Verdener Serviceclubs freuen. Deutschland- weit gibt es Tausende Menschen, die palliativmedizinisch betreut werden. Es sind Menschen, die an einer Erkrankung leiden, deren Heilung außerhalb medizinischer Möglichkeiten liegt, heißt es in einer Pressemitteilung des Rotary Clubs.

Die Palliativmedizin richtet den Focus auf die Erhöhung der Lebensqualität des Patienten und weniger auf die Bekämpfung der Krankheit. Das betrifft sowohl alte wie auch junge Menschen. Diese Menschen samt ihrer Angehörigen machen schwere Zeiten durch, voller Sorgen und Probleme. Die Erfüllung bestimmter, vielleicht auch „letzter“ Wünsche wird für manche zur unlösbaren Aufgabe. Dabei sind es meist ganz profane Dinge, wie noch einmal in den Zoo, nochmal das Meer sehen oder auch einer Hochzeit in der Familie beiwohnen zu können. Wünsche, die man einem an ein Pflegebett gefesselten Menschen nur schwer erfüllen kann. Man kann sie nicht einfach so in ein Auto oder Zug setzen und irgendwo hinfahren.

Und genau an diesem Punkt setzt das Konzept „Sternenfahrten“ ein, das vorsieht, mit speziell ausgebildetem Personal und einem eigens ausgestatteten Krankentransportwagen solche Fahrten zu ermöglichen.

Über 300 Mistelsträucher hatten die französischen Rotarier in Flers in der Normandie geschnitten, zu kleinen Sträußen gebunden und mit einem Kleintransporter nach Verden gefahren, wo sie am Samstag vor dem zweiten Advent in der Fußgängerzone gegen eine Spende von den Rotariern „verkauft“ wurden.

„Dadurch sind 3 200 Euro zusammengekommen, die nun an ein wunderbares und sehr beeindruckendes Projekt übergeben werden konnten. Mein Dank gilt unseren französischen Freunden sowie allen Mistelkäufern, die durch ihre großzügige Spendenbereitschaft dazu beigetragen haben, dass solche Wünsche wahr werden“, so Verdens Rotary-Präsident Jürgen Menzel.

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