BBS stellen in Hannover die dual-kooperative Berufsfachschule Elektrotechnik vor

Praxis von Anfang an

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Auf der Bildungsmesse „didacta“ stellten die BBS die Kooperation mit Betrieben und Behörden vor.

Verden - Die dual-kooperative Berufsfachschule Elektrotechnik setzt auf Betriebsnähe. Schülerinnen und Schüler sollen möglichst schnell praktische Erfahrungen sammeln. Das Konzept stellten die Berufsbildenden Schulen Verden (BBS) auf der Bildungsmesse „Didacta“ in Hannover vor.

Im Herbst hatten BBS und die Fachkräfteoffensive des Landkreises gemeinsam mit vier Unternehmen, der Arbeitsagentur und der kommunalen Anstalt „Arbeit im Landkreis Verden“ (ALV) einen Kooperationsvertrag geschlossen, um dem einsetzenden Fachkräftemangel in der Elektrobranche entgegenzuwirken. Die positiven Erfahrungen waren der Grund, dieses Beispiel regionaler Vernetzung am Stand des Niedersächsischen Kultusministeriums vorzustellen.

Statt den Elektrotechnik-Fachschülern zwei Wochen pro Halbjahr Einblicke in die Berufspraxis zu gewähren, setzt die dual-kooperative Berufsfachschule von vorne herein auf Betriebsnähe. „Die jungen Leute sind während des kompletten Berufsschuljahres an drei Tagen die Woche in einen Betrieb integriert, lernen die Abläufe kennen und kommen in Kontakt mit den konkreten Anforderungen des jeweiligen Ausbildungsberufes“, erklärt Marita Schülbe von der Fachkräfteoffensive den Zuschnitt des Projekts.

So können sie bei der Firma Block die zweijährige Ausbildung zum Industrieelektriker kennen lernen, bei Gundlack Automation die des Elektronikers für Automatisierungstechnik. Bei Elektro Meinken steht der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik im Vordergrund, bei der Firma Desma wiederum die Fachkraft für Betriebstechnik.

Die Schüler haben Gelegenheit, im Lauf eines Jahres drei Unternehmen kennen zu lernen, die eigenen Fähigkeiten zu testen, sich ein Feedback von den Ausbildungsverantwortlichen zu holen und im Unterricht die für den Beruf notwendigen Kenntnisse zu erlangen. Am Ende des Schuljahres wissen sie, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich für eine der Ausbildungen entscheiden.

Gleiches gilt für die Unternehmen: „Der Aufwand ist größer, der Nutzen jedoch auch“, bringt es Firmenchef Norbert Meinken auf den Punkt. „In den zwölf Wochen, die die jungen Männer bei uns sind, werden sie in den betrieblichen Alltag integriert. Wir lernen sie kennen und setzen sie nach ihren Fähigkeiten ein. Durch den Austausch mit den Partnerbetrieben wissen wir, worauf wir aufbauen können“, so Meinken.

„Die dual-kooperativen Berufsfachschüler sind hochmotiviert und profitieren sehr stark von der betriebsnahen Variante der Berufsfachschule“, ist BBS-Lehrer Michael Düren überzeugt. Er begleitet den betriebsnahen Praxisteil in den Unternehmen und sorgt für die Vermittlung der fachtheoretischen Kenntnisse im Unterricht.

Die dual-kooperative Form der Berufsfachschule wird im kommenden Schuljahr wieder angeboten. Nähere Informationen geben die Berufsbildenden Schulen Verden, Volker Utermark, Telefon 04231/ 976-0, oder die Fachkräfteoffensive Landkreis Verden, Marita Schülbe, Telefon 04231/ 15-395, E-Mail fachkraefteoffensive@landkreis-verden.de.

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