Liedermacher und Entertainer

Stefan Jürgens in Verden: „Was zählt“ in unruhigen Zeiten

Mehr als sein Klavier brauchte Stefan Jürgens bei seinem Auftritt im Domgymnasium nicht.
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Mehr als sein Klavier brauchte Stefan Jürgens bei seinem Auftritt im Domgymnasium nicht.

Mal nachdenklich, mal laut, denn wieder etwas leiser: Sänger und Schauspieler Stefan Jürgens nahm sein Verdener Publikum mit, ganz ehrlich und mit viel Gefühl....

Verden – Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt. Eigentlich wollte der Verein Verdener Jazz- und Bluestage den singenden Schauspieler Stefan Jürgens schon im März letzten Jahres nach Verden holen. Doch dieser und ein weiterer Termin mussten coronabedingt abgesagt werden. Am Freitagabend konnte Jürgens nun endlich vor seinen Fans im Domgymnasium auftreten. Dank der 2G-Regelung war die Aula voll besetzt.

Mit einem schlichten „Moin“ betrat Jürgens die Bühne und setzte sich ohne Umschweife ans Klavier und begann mit seinem Song „Unsere Zeit“, von seinem Album „Alles immer möglich“.

Das zweite Stück „Noch immer ich“ ist ebenfalls schon etwas älter, es stammt von dem Album „Grenzenlos Mensch“.

Auf der Bühne im Domgymnasium: Jürgens´ Musik lebt vor allem durch seine Texte

Auf seine Begleitband hatte Jürgens aufgrund der aktuellen Lage verzichtet. Dieses war aber nicht weiter schlimm, denn Jürgens´ Musik lebt vor allem durch seine Texte.

„Ich nehme kein Blatt vor den Mund, ich singe über Dinge, die mich berühren. Mein aktuelles Album „Was zählt“ beschreibt meinen Blick auf die Dinge. In diesen unruhigen Zeiten wollte ichmeinen eigenen inneren Wertekatalog schreiben“, sagte Jürgens in einem Interview vor seinem ersten geplanten Auftritt in Verden.

So geht es in dem Song „Jeder gegen jeden“ um den zunehmenden Egoismus. In „Mein alter Tisch“ sinniert Jürgens darüber, was dieses Möbelstück alles miterlebt hat und über sein Leben erzählen könnte.

Stefan Jürgens auch als Entertainer, der aus seinem Leben erzählt

Doch Stefan Jürgens ist auch ein Entertainer. In den Pausen zwischen seinen Liedern erzählte er aus seinem Leben, berichtet über die Entbehrungen der Coronazeit, rechnete mit der gendergerechten Sprache ab und brachte sein Publikum mit einer selbstironischen Anekdote über einen Online-Arztbesuch zum Lachen.

Nach der Pause startete Jürgens mit dem gefühlvollen „Engel“ von seinem Album „Unvollendet“. Eine besondere Note bekam dieser Song durch die Begleitung des Saxophonisten Ralf Kiwit. Dementsprechend begeistert fiel auch der Applaus des Publikums aus.

Kiwit war noch bei einigen weiteren Stücken zu hören. Im hymnischen „Irgendwo nicht hier“, aus seinem aktuellen Album rechnet Jürgens mit unserer digital vernetzten Welt ab und mahnt, nicht allen Verlockungen nachzugeben. „Vater“, ebenfalls auf „Was zählt“ zu finden, erzählt von einer rasenden Autofahrt durch die Nacht zu seinem kranken Vater und ist gleichzeitig eine schöne Liebeserklärung an ihn.

Eine rasende Autofahrt durch die Nacht

In „Unvollendet“ kommt der Sänger zu der Einsicht, dass das Leben nie ganz vollkommen sein kann. Unvollendet wäre der Abend auch geblieben, wenn Stefan Jürgen sich nach diesem Song schon verabschiedet hätte. Doch durch den lautstarken Beifall kehrte er mit dem Titelsong „Was zählt“ rasch auf die Bühne zurück. „Was zählt, weiß jeder ganz allein“, lautet die Botschaft. Mit „Fliegen können“, wieder stimmungsvoll begleitet von Ralf Kiwit, verabschiedete sich Stefan Jürgens dann vom Verdener Publikum.

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