Dr. Astrid Brunnbauer neue AWK-Chefärztin in der Gynäkologie

Steckenpferd ist Geburtshilfe

Ein Teil des Teams der AWK-Gynäkologie. Arzthelferin Nicole Schäfer, Oberarzt Dr. Jiantao Peng, Assitenzärztin Dr. Satik Aleksanyan (hinten) und Chefärztin Dr. Astrid Brunnbauer Koy

Verden - Die Zahlen sprechen für sich. 2015 gab es in der Aller-Weser-Klinik (AWK) im Fachbereich Gynäkologie 1498 Fälle zu bearbeiten, davon allein 1032 in der Geburtshilfe. Ferner wurden insgesamt 486 Geburten registriert. Das sagte Verwaltungsdirektorin Daniela Aevermann gestern Mittag bei der Vorstellung der neuen Chefärztin Dr. Astrid Brunnbauer (53) in der Verdener AWK. Sie wurde in Bremen geboren, ist verheiratet, hat zwei Kinder und kam 2005 nach Studium und Approbation zurück nach Norddeutschland.

Mit der erfahrenen Gynäkologin werde eine weitere Lücke im Angebot der AWK geschlossen, betonten Aevermann und der ärztliche Direktor Dr. Peter Ahrens unisono: „Wir sind extrem froh, dass wir dieses Team jetzt haben.“ Dr. Brunnbauer werde nach eigenen Angaben speziell die Behandlung von gut- und bösartigen Brusttumoren in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.

Die Chefärztin und ihr Team, Oberärztin Fida Al-Masri und Oberarzt Jiantao Peng, haben am 1. Juli in Verden begonnen. Ihre Erfahrungen als zertifizierte Chirurgin sowie als leitende Ärztin bei der Diako in Bremen haben ihr auch bei der Deutschen Krebsgesellschaft Anerkennung eingebracht. Jetzt möchte sie in Verden speziell bei endoskopischen Behandlungs- und Operationsmethoden weiter Akzente setzen.

Mit einem neuen Ultraschallgerät und entsprechend großem Bildschirm werden nun Tumore besser erfasst. In einer regelmäßigen Tumor-Konferenz, an der einmal in der Woche auch niedergelassene Mediziner teilnehmen, werden künftig gemeinsam Behandlungsmethoden besprochen. Die Möglichkeit der individuellen Entscheidung bleibe dennoch, sagte Dr. Brunnbauer.

Im Umkreis von 150 Kilometern gebe es jedenfalls keine Gynäkologie, die auf dem gleichen Leistungsstand sei, machte Dr. Ahrens Werbung in eigener Sache. Mit Oberärztin Al-Masri sei auch jemand dabei, die fließend Arabisch spreche, was sich gerade bei der Behandlung von Flüchtlingen als Vorteil herausgestellt habe. Speziell bei Beckenbodenproblemen komme ferner Oberarzt Peng ins Spiel

Zu ihrem Steckenpferd zählte Dr. Brunnbauer überdies die Geburtshilfe. Schon jetzt gebe es in Verden eine Rundum-Versorgung von der ausgeprägten, engagierten Elternschule bis zur Kreißsaalführung (die nächste ist übrigens bereits am 10. August angesagt). „Frauen sind bei uns medizinisch in guten Händen“, sagte die neue Chefärztin dazu. koy

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