Verdener Gastronomie in der Pandemie

Domschänke-Wirte basteln an neuem Standbein

Blick auf das Gasthaus Domschänke am Lugenstein in Verden/Aller.
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In Verden betreibt das Ehepaar Stauga die „Domschänke“ am Lugenstein.

Trotz Corona: Das Verdener Gastronomen-Paar Nicolle und Frank Stauga setzt auf Expansion.

  • Trotz des Lockdowns: Die Gastronomen Frank und Nicolle Stauga setzen auf Erweiterung ihres Geschäftes.
  • In Rechterfeld in der Gemeinde Visbek übernimmt das Ehepaar das ehemalige „Obbys“ als Pächter.
  • Am Standort Verden können sich die Staugas einen Ausbau des Außer-Haus-Verkaufs vorstellen.

Verden – Restaurantbetriebe geben auf oder entwickeln neue Geschäftsideen. Frank Stauga kann Stillstand nicht ertragen und hat die Töpfe in seinen Restaurants in Verden und Wildeshausen immer auf dem Herd stehen gehabt. Mit Außer-Haus-Verkauf überbrücken er und seine Frau Nicolle den Lockdown und haben damit so gute Erfahrungen gemacht, dass sie jetzt noch einen Schritt weiter gehen: mit der Übernahme des ehemaligen „Obbys“ in Rechterfeld als Pächter.

Feste für bis zu 500 Personen

Zunächst soll es umbenannt werden in „Altes Amtshaus im Schützenhof“. Langfristig möchten die Staugas die Räumlichkeiten für größere Gesellschaften nutzen. „Wir sind in Wildeshausen am Ende der Kapazitäten angelangt“, sagt Stauga. Vor allem das „Alte Amtshaus“ in Wildeshausen möchte das Ehepaar durch Hochzeiten oder ähnliche große Feste und eigens dafür aufgestelltem Zelt nicht mehr blockieren. Im Saal in Rechterfeld sollen schwerpunktmäßig Feste für bis zu 500 Personen gefeiert werden können.

Aber das wird noch dauern. Frank Stauga rechnet nicht damit, dass er seine Restaurants vor Ostern wieder öffnen kann. Deshalb baut das Ehepaar aktuell einen neuen Geschäftszweig auf. Die beiden und ihre Mitarbeiter werden kochen. Für Menschen, die es nicht können oder wollen, die keine Zeit haben oder die Qualität eines Restaurants dem Essen aus der Großküche vorziehen. Stauga: „Wir produzieren alles selber, täglich frisch. Das werden Gerichte sein, die nur noch in den Ofen gestellt und erwärmt werden müssen.“ Produzieren möchte er in der Restaurantküche in Rechterfeld. Noch ist er dabei zu erkunden, wie groß der Bedarf ist. Vorstellen könnte er sich, Privatleute, aber auch Seniorenheime zu beliefern. „Dadurch sichern wir Arbeitsplätze und Vollbeschäftigung für unsere Mitarbeiter.“ Wird das Angebot gut angenommen, könnte er sich vorstellen, Richtung Verden zu expandieren.

Tiefkühlmenüs für Daheim

Immerhin könnten sich Kunden bei ihm für eine ganze Woche mit Mahlzeiten eindecken, die schockgefrostet im Tiefkühlschrank gelagert werden können. „Die Küche bleibt sauber. Aber wir haben noch ein anderes Ziel. Wir wollen unsere Qualität zu Hause erlebbar machen.“ Starten möchte Stauga Anfang Februar. Bis dahin bietet er wie gehabt Essen to go an, also einen Außer-Haus-Service. „Andere Restaurantbesitzer geben auf oder streben neue Nutzungen für ihre Räumlichkeiten an. Ich will durchhalten, bis der normale Restaurantbetrieb wieder anlaufen kann. Spätestens im Sommer, so hofft er, wird er seine Außengastronomie wieder eröffnen können. „Wir haben viel Geld in die Hand genommen, um Abstands- und Hygienevorschriften einhalten zu können. Irgendwann wird sich das hoffentlich auszahlen.“

Noch können im neuen Domizil in Rechterfeld keine Termine für große Festlichkeiten reserviert werden. Das werde aber bald möglich sein. Und wenn die Corona-Regeln es erlauben, soll auch der À-la-carte-Betrieb im Alten Amtshaus im Schützenhof anlaufen.

Das ehemalige „Oggys“, dann „Pickers im Schützenhof“ in Rechterfeld.

Die Staugas hatten schon länger nach einer Erweiterungsmöglichkeit Ausschau gehalten, denn am Standort an der Herrlichkeit in Wildeshausen gelten einige Einschränkungen. Zum einen ist der Platz begrenzt, zum anderen gilt ab 22 Uhr Nachtruhe. Letzteres sei besonders schwer mit Hochzeitsfeiern in Einklang zu bringen.

Perspektivisch hofft der Wirt, mit dem großen Saal nur neun Kilometer von Wildeshausen entfernt punkten zu können. Schließlich gäbe es nicht mehr viele Alternativen in der Gegend. Grundsätzlich möchte der Gastronom an den guten Ruf des Lokals unter dem Namen „Obby“ anknüpfen. Das soll mit „ehrlicher, deutscher Küche“ gelingen, kündigt Stauga an.  

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