Gewerbegebiet Finkenberg

Statt Slalom direkt auf die Autobahn

Die Einfädelspur auf die Landesstraße Osterkrug soll bis zur Autobahn verlängert werden. Die Fahrzeuge könnten dann direkt, ohne ein- und auszufädeln, die A27 in Richtung Hannover erreichen.
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Die Einfädelspur auf die Landesstraße Osterkrug soll bis zur Autobahn verlängert werden. Die Fahrzeuge könnten dann direkt, ohne ein- und auszufädeln, die A27 in Richtung Hannover erreichen.

Das Gewerbegebiet Finkenberg in Verden an der Max-Planck-Straße wird voll und voller. Immer mehr Firmen bedeutet immer mehr Schwerlastverkehr. Fahrzeuge, die aus dem Gebiet am Kreisel Osterkrug auf die Landesstraße biegen, sollen mit einer weiteren Spur zügiger auf die Autobahn kommen.

Verden – Wer als Autofahrer von der Max-Planck-Straße aus dem Gewerbegebiet Finkenberg auf die Landesstraße in Richtung Autobahn nach Hannover will, muss sich über einen sogenannten Bypass am Kreisel vorbei umständlich einfädeln. Wenige Meter später muss er dann wieder ausfädeln, will er auf die A27 Richtung Hannover. Doch ein Ende des Slaloms ist mit Bau einer zusätzlichen Fahrbahn in Sicht.

Gewerbegebiet Finkenberg: Verkehr stetig gewachsen

Der Fahrzeugverkehr in und aus dem Gewerbegebiet ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Laut letzter Erhebung im Jahre 2015 sind im Bereich des Kreisels täglich 10 300 Fahrzeuge, davon circa 500 Lastwagen, unterwegs. Mühsam quält sich dabei der Brummi über die Max-Planck-Straße, immer Tempo 50 auf dem Tacho, in einer langen Rechtskurve mal weniger, in Richtung Kreisel an der Landesstraße Osterkrug. Kurz vor dem Kreisel weist dem Fahrer ein zwei Meter mal drei Meter großes gelbes Verkehrszeichen den Weg. Nicht durch den Kreisel, in Richtung Verden, sondern nach rechts zur Autobahn will der Brummi. Also, auch das zeigt das Verkehrsschild, über den Abzweig, den sogenannten Bypass, auf die Landesstraße.

Herausforderung für Lkw-Fahrer

Eine Herausforderung, denn dort angekommen, bleiben dem Brummi circa 50 Meter, um sich in den laufenden Verkehr der Landesstraße einzureihen. Zieht das schwere Fahrzeug im Wettrennen mit dem Verkehr auf der Landesstraße den Kürzeren, bleibt nur die Vollbremsung auf Tempo null, dann Abwarten, die Lücke finden, Blinker links, und langsam wieder auf Touren kommen. Nachfolgend stauen sich hinter dem Fahrzeug auf der Abbiegespur zahlreiche Autos, am Steuer genervte Fahrer.

Hat der Brummi wieder an Fahrt gewonnen, seine Lücke auf der Landesstraße gefunden, setzt er seine Tour fort, um dann, nur knappe 50 Meter später, erneut den Blinker zu setzen. Dieses Mal nach rechts, um auf die Autobahn nach Hannover einzuschwenken. Wenn er Pech hat, muss er vor der roten Ampel vorher nochmals auf die Bremse, um dann, nach erneuter Wartezeit, endlich auf die A27 zu kommen.

Stadt Verden will direkte Anbindung an die Autobahn

Das geht auch einfacher: „Wir wollen auf der Landesstraße vom Kreisel eine zweite, durchgehende Fahrspur und damit die direkte Anbindung an die Autobahn“, so Rainer Kamermann, Fachbereichsleiter Straßen und Stadtgrün bei der Stadt Verden.

Was sich praktisch anhört, ist durchaus mit hohem Aufwand verbunden. Die Einfädelspur ab dem Kreisel ist bislang etwa 80 Meter lang. „Unser Plan ist, die Spur zu verlängern, sodass der Verkehr direkt auf die Anschlussstelle in Richtung Hannover fahren kann“, so Kamermann. Circa 100 Meter fehlen, die Böschung fällt stark ab, größere Bäume stehen im Weg. „Wir müssen erhebliche Mengen Sand anfahren und die neue Fahrbahn vermutlich mit Spundwänden abstützen“, erklärt Kamermann. Etwa 3,50 Meter breit soll die Spur werden, die dann für einen zügigen Abfluss der Fahrzeuge aus dem Gewerbegebiet sorgen würde.

Verkehr in Richtung Kirchlinteln soll zweispurig laufen

Veränderungen wird es auch auf der Brücke, bei der Einfädelung auf die Autobahn in Fahrtrichtung Bremen geben. „Auch da soll der Verkehr in Richtung Kirchlinteln zweispurig laufen. Dazu müssen einige Markierungen verändert werden. Vom Platz her ist das aber machbar“, erklärt Kamermann.

Die Planungen für die Umsetzung des gesamten Projektes sollen im kommenden Jahr vorangetrieben werden. Der Bau muss mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) abgestimmt werden. „Da sind wir im Gespräch“, so Kamermann. Er rechnet mit einem Baugebinn für das Jahr 2022.

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