Stadtrat beschließt Nachhaltigkeitsstrategie und Konzept mit Projekten

Aufbruch in Verdens Zukunft

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Mit dem Beschluss im Stadtrat startet die Umsetzung des Zukunftskonzepts.

Verden - Das Prinzip der Nachhaltigkeit hat der Rat im „Zukunftskonzept der Stadt Verden“ allen Zielen und Maßnahmen voran gestellt. Zwei Jahre haben Politik, Verwaltung und viele engagierte Bürger Ideen und Projekte für die Zukunft entwickelt und in ein Handlungskonzept gegossen. In seiner Sitzung am Dienstag hat der Rat es einstimmig beschlossen und damit den Startschuss für die Umsetzung von 14 vorrangig eingestuften Projekten gegeben. „Ein Aufbruch“, meinte Bürgermeister Lutz Brockmann.

„Viele kluge Ziele und Ideen stehen in dem Konzept“, urteilte Rasmus Grobe. Seine Grünen-Fraktion hatte 2013 den Anstoß gegeben. Was den Ratsherren am meisten beeindruckt hatte, war das Engagement von Bürgern und den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen, die an den öffentlichen Zukunftsgesprächen teilgenommen und ihre Anregungen beigesteuert haben. Die daraus entstandenen Projekte in den Themenfeldern Umwelt, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Gesellschaft hätten ein großes Potential.

Große Bedeutung maß Grobe, ebenso wie Anja König (CDU), dem Nachhaltigkeitscheck zu. Das Instrument muss die Verwaltung noch erarbeiten. Es soll Kriterien liefern, an denen die 60 ins Auge gefassten Projekte bei der Verwirklichung gemessen werden können.

Nicht ganz so überzeugt war Henning Wittboldt-Müller (FDP). Mit dem Hinweis, dass das Rathaus auch ohne Konzept so gearbeitet hätte, machte er seinem Zweifel am Sinn des Ganzen Luft. „Das ist ein rotgrünes Wünsch-Dir-Was“, befand der Liberale und verwies darauf, dass Nachhaltigkeit sich nicht nur auf Ökologie, sondern auch auf die Finanen beziehen lasse.

Einen Sinn sah der Vorsitzende der angesprochenen SPD-Fraktion, Michael Otten, allerdings schon darin, dass die Bevölkerung aktiv in die Zukunftsgestaltung der Stadt einbezogen worden sei. Der Bürgermeister sah das ähnlich. Lutz Brockmann gefiel auch, dass hier gar nicht erst der Verdacht einer Klientelpolitik aufkommen könne. Auch das Denken in Wahlperioden könne aufgrund des Konzepts und seiner beabsichtigten Fortschreibung keine Rolle spielen.

Die Initiative von Jens Richter (CDU), einen dritten Allerübergang in die Liste der Projekte aufzunehmen, konnte sich aber nicht durchsetzen. Dabei fand sich im Rat kaum jemand, der etwas gegen das Ziel einzuwenden hatte. Aber Jutta Sodys war nicht allein mit ihren Zweifeln, dass solch ein Projekt in einer überschaubaren Zeit eine realistische Chance habe.

Die so genannte Baustraßenvariante jedenfalls, da war Henning Wittboldt-Müller sicher, „wird nichts“. Dietmar Teubert (SPD) sah in dem Vorschlag sogar eine „Luftnummer“, die dem Vorwahlkampf zuzurechnen sei. Eine Mehrheit von 20 gegen elf Stimmen lehnte den Vorschlag dann ab.

kle

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