Entwurf im Stadtrat vorgestellt

45-Millionen-Euro-Projekt für Verden: Das wird die Stadtkante

Visualisierung: Die Pläne für die Stadtkante an der Aller in Verden.
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Die Stadtkante an der Aller: Im Rat wurden die Pläne für das Millionenprojekt am Dienstagabend vorgestellt.

Es wurde spannend. Hinter verschlossenen Türen tagte der Stadtrat. Doch nun ist das Geheimnis gelüftet, wie an der Stadtkante in Verden gebaut werden soll.

Verden - Hinter verschlossenen Türen machte sich der Verdener Stadtrat am Dienstagabend ein Bild davon, wie sich die Silhouette an der Aller künftig präsentieren könnte. Drei Baukörper mit moderner Ziegelfassade bilden den Mittelpunkt des Areals, sollen in ihrer Bauweise den organischen Stadtgrundriss der Altstadt fortführen.Geförderter Wohnungsbau, Gastro und Hotel sowie Klimaschutz lauten die maßgeblichen Themen für das Gelände. „Das Projekt fand im Stadtrat großen Anklang“, hieß es dazu in einer Stellungnahme aus dem Rathaus. Baubeginn könnte schon im Jahr 2023 sein.

Stadtkante Verden: Drei Baukörper mit moderner Ziegelfassade bilden den Mittelpunkt des Areals

Entwickeln will das Projekt auf dem Gelände die Asset-Firmengruppe aus Bremen. In der Ratssitzung stellten deren Vertreter den von der Jury in einem zweistufigen Verfahren ausgewählten Siegerentwurf der Schenk Fleischhaker Architekten aus Hamburg vor.

Wie sich die Beteiligten Leben und Wohnen auf dem circa 7500 Quadratmeter großen Areal vorstellen, zeigt eine Visualisierung. Dazu gehören die drei mit modernen Ziegelfassaden gestalteten Hauptbaukörper, die verschiedene Nutzungen aufnehmen. Sie bieten Raum für Wohnen, aber auch Einzelhandel, Gewerbe und Gastronomie. Auch ein Beherbergungsbetrieb ist vorgesehen, eine Hotel-Machbarkeitsstudie wurde bereits vom Projektentwickler beauftragt, heißt es weiter.

Stadtkante Verden: Eine Hotel-Machbarkeitsstudie wurde bereits vom Projektentwickler beauftragt

Wohnen und Leben an der Aller, das ist ein Kernthema des Projektes. Vorgesehen ist ein Angebot von rund 100 durchgehend barrierefreien Wohnungen, von der kleinen Kompaktwohnung bis hin zu familiengerechten Wohnungen. Nicht (nur) exklusiv, auch erschwinglich soll der Blick auf die Allerwiesen sein: 20 Prozent der Wohnungen fallen in den Bereich des geförderten Wohnungsbaus.

Wohnen und Leben an der Aller in Verden

Der neu entstehende Allerplatz, so eine weitere Idee, verspreche als Stadtbalkon von Verdens hohe Aufenthaltsqualitäten mit Blick auf die Aller und in das Naturschutzgebiet Allerniederung, sagen die Planer.

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Gebaut wird das Projekt als Klimaschutz-Quartier. Zukunftsweisend und mit einem hohen Anspruch an die Nachhaltigkeit, betont der Investor. So werden die geneigten Dächer großflächige Fotovoltaikanlagen tragen. Geothermie soll das Quartier klimagerecht mit der notwendigen Energie versorgen. Eine Mobilitätsstrategie für das Gelände werde mit intelligenten Sharing-Konzepten (Auto und Fahrrad) einem Angebot für E-Fahrzeuge sowie gut erreichbaren Fahrradräume neu gedacht.

Gebaut wird das Projekt in Verden an der Aller als Klimaschutz-Quartier

Sowohl Projektentwickler als auch Stadtverwaltung sowie Rat zeigten sich von dem Entwurf beeindruckt, hieß es. Der Siegerentwurf von Schenk Fleischhaker verbinde Bewährtes mit zukunftsweisenden Themen. So bilde die vertraute städtebauliche Struktur der Verdener Altstadt den Rahmen für die äußere Form des geplanten neuen urbanen Quartiers. Der organische Stadtgrundriss der Altstadt werde auf selbstverständliche Art aufgenommen, das ortstypische giebelständige Haus als Grundmotiv abgebildet. Das neue Quartier passe damit zu der in Verden bekannten Maßstäblichkeit.

Das neue Quartier passe damit zu der in Verden bekannten Maßstäblichkeit

In den Reihen des Projektentwicklers Asset stieß der Entwurf durchweg auf Zustimmung. „Ich freue mich sehr, dieses anspruchsvolle schöne Klimaschutz-Quartier in der Verdener Altstadt zusammen mit der Stadt zu entwickeln und das Bebauungsplanverfahren durchführen zu können“, sagt Ingo Damaschke, geschäftsführender Gesellschafter der Asset Firmengruppe. „Es wurde von der Stadt ein toller städtebaulicher Rahmenplan vom Büro Schenk Fleischhaker Architekten juriert.“

Die Asset Firmengruppe ist seit 1998 als Projektentwickler und Bauträger mit großer Erfahrung in der Realisierung von anspruchsvollen komplexen Immobilienprojekten, unter anderem in Berlin, Potsdam, Leipzig, Bremen und Gifhorn tätig. Der Schwerpunkt liegt in der Umnutzung von Gewerbeflächen, Industriegebäuden und Quartiersentwicklungen.

Die Vorstellung des Projektes im Stadtrat Verden fand großen Anklang

Die Vorstellung des Projektes im Stadtrat fand großen Anklang, heißt es in einem Schreiben, das der Redaktion vorliegt. Auch die Jury des Wettbewerbs zeigte sich im Vorfeld von dem Entwurf der Architekten angetan. Der Zuschlag für den Sieger fiel nach einem zweistufigen Vergabeverfahren einstimmig aus.

Als nächsten Schritt werde man sich gemeinsam auf den Weg machen, um das Vorhaben entsprechend der Empfehlungen der Jury zu optimieren, teilte Bürgermeister Lutz Brockmann mit. Bis Ende des Jahres solle ein Beschluss über das städtebauliche Konzept als Basis für das folgende Bebauungsplanverfahren gefasst werden. In diesem wird dann auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen.

  • Fakten und Ziele zur Stadtkante: • Projektvolumen circa 45 Millionen Euro.
  • Bruttogeschossfläche oberirdisch circa 17 000 Quadratmeter plus Tiefgarage
  • Grundstücksgröße circa 7500 Quadratmeter
  • Circa 100 Wohneinheiten, davon 20 Prozent geförderter Wohnungsbau
  • Angebot von Gewerbe (Rewe-Vollsortimenter), Hotel, Gastronomie und Einzelhandel
  • Abschluss Bebauungsplanverfahren Ende 2022
  • Möglicher Baubeginn in 2023

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