Mit neuer App für Smartphone und Tablet lässt sich fast alles erledigen

Die Stadtbibliothek Verden fürs Handy

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Katrin Koball und Stefan Kaplon präsentierten die neue App der Stadtbibliothek.

Verden - Die Ausleihe verlängern, im Bestand suchen und Bücher vormerken. Mit der neuen App „Stadtbibliothek Verden“ wird die städtische Einrichtung fast komplett virtuell. Nur um das Buch nach Hause zu tragen und zurück zu bringen, müssen sich die Nutzer noch auf den Weg zum Holzmarkt machen. Und aufschlagen müssen sie es natürlich auch, und darum geht es dem Förderkreis als Geldgeber und den Verantwortlichen in der öffentlichen Bücherei, Stefan Kaplon und Katrin Koball, mit der technischen Neuerung. Sie wollen das Lesen fördern und gerade ein junges Publikum dafür gewinnen.

Der Besuch in der Stadtbibliothek am Holzmarkt und das Stöbern in den Regalen gehört noch lange nicht der Vergangenheit an. Aber die neue App für Smartphones und Tablets kann so manchen Gang ersparen. Sie löst den Vorgänger Web Opac ab und wird für beide gängigen Betriebssysteme in Android- und Apple-Geräten im jeweiligen App- oder Play-Store angeboten.

Wenn das Tablet in der neuen App den Hinweis gibt, dass die Ausleihfrist bald abläuft, kann der Nutzer sofort verlängern. Die auf dem Stadtbibliothek-Server (Internet: http://stadtbibliothekverden.de) bereit liegenden E-Books kann man gleich ausleihen. Auf der langen Zugfahrt kann also nie wieder die Lektüre ausgehen. „Die Nutzer können ihre gesamte Kontoverwaltung jetzt über die App abwickeln“, ist Kaplon von der neuen Errungenschaft überzeugt.

Vieles wird vereinfacht

Auch die Suche werde leichter. Das geht mit Stichworten und sogar mit dem Handyfoto vom Strichcode im Buchladen. Auf den QR-Code ist die städtische Einrichtung sowieso schon eingerichtet. „Wenn man sein Wunschbuch dann gefunden hat, kann man es mit der App vormerken und wird benachrichtigt, wenn es verfügbar ist“, erklärt Katrin Koball.

Gerade bei der Suche nach Medien, sei es ein bestimmtes Buch, ein Spiel oder das spezielle Musikstück, beobachten die Mitarbeiter der Einrichtung wachsende Schwierigkeiten bei einigen Kunden. Dass es mit der Ordnung der 45. 000 Medien zu tun hat, glauben sie nicht. Eher, so vermuten sie, stecke eine abnehmende „Medienkompetenz“ dahinter. Nicht umsonst wuselten gestern vor der offiziellen Öffnung Schülergrüppchen durch die Regale. Beim „Methodentag“, so erklärte Kaplon, sollten sie lernen, wie man in der Stadtbibliothek sinnvoll sucht und auch etwas findet. Dabei könne die App sicher anderen ebenso den Zugang erleichtern.

Schüler wieder in die Bücherei locken

Der Förderverein Stadtbibliothek habe 2 000 Euro für die Erstellung der App ausgegeben, berichtete der Bibliotheksleiter. Dabei sei natürlich die Hoffnung im Spiel, dass sich die Nutzer von Smartphones und Tablets angesprochen fühlen. Ihr Anteil halte sich noch in Grenzen, meint Kaplon. Das erkennt er auch an der Nutzung des E-Book-Angebots der Einrichtung. Von den 300. 000 Entleihungen im Jahr laden sich die 4 000 Kunden am Holzmarkt nur etwa 24. 000 elektronische Schmöker herunter.

„Vielleicht finden aber auch Schüler wieder stärker den Weg in die Bücherei“, hofft Koball. Deren Besuch, um Lehr- oder Fachbücher auszuleihen, nehme nämlich auch spürbar ab.

kle

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