Bürgerfahrt nach Zielona Gora mit einigen Überraschungen

Auf den Spuren des Preußenkönigs

Die Teilnehmer der diesjährigen Polenfahrt haben wieder Einiges erlebt. - Foto: Deutsch-Polnische Gesellschaft Verden

Verden - „Ich freue mich, wieder eine so große Besuchergruppe aus unserer Partnerstadt Verden zu begrüßen“, empfing Diplom-Ingenieur Krzysztof Kaliszuk als stellvertretender Stadtpräsident die Teilnehmer einer Bürgerfahrt im historischen Rathaus in Zielona Gora. Der letzte Besuch läge bereits drei Jahre zurück – er hoffe jetzt wieder auf einen regelmäßigen Austausch zwischen beiden Städten, so Kaliszuk.

Roswitha Urbanski, Leiterin der Begegnung in Polen, wurde bei dem Besuch von Jago Kusche unterstützt. Gemeinsam mit der Stadt Verden haben die beiden die Fahrt geplant und realisiert. Viele der 39 Verdener Teilnehmer fuhren bereits zum wiederholten Mal nach Zielona Gora. Sie erwarteten viele spannende und interessante Programmpunkte.

Nach der Begrüßung am Vormittag im Rathaus nahm sich der Politiker Kaliszuk noch einmal die Zeit, um mit den Gästen im, weit über die Grenzen hinaus bekannten, Palmenhaus Mittag zu essen. Zuvor brachen zwei Gruppen zur Besichtigung der Universitätsstadt auf, deren Maskottchen an 30 Stellen als kleine Bronzefiguren zu bewundern sind.

Zielona Gora hat international einen guten Ruf als Weinstadt. Im Museum und Naturzentrum, das vor kurzem eingeweiht wurde, gab es für zwei Verdener eine große Überraschung. Auf einem Ölgemälde, das den Alten Fritz bei einem Besuch im damaligen Grünberg zeigt, ist Ur-Ur-Großvater Eberhard Pfund als Leibkutscher des Preußenkönigs zu bewundern. Was für eine Überraschung!

Als weiteren Höhepunkt erlebte die Gruppe das neugeschaffene Planetarium, das modernste seiner Art in Europa. Durch vielschichtige Einblicke in das unendliche All fühlten sich die Besucher aus der Reiterstadt plötzlich ganz klein und unbedeutend. Am Abend folgte ein Besuch der Philharmonie. Dort wurde ein Gitarrenkonzert mit dem großen Orchester gegeben. Nicht nur die Klassik-Fans ließen sich von der eindrucksvollen Musik gefangen nehmen.

Eine Bootsfahrt auf der Oder stellte den Glanzpunkt des Folgetags dar. Das kleine, aber feine Weingut Miloz lud später zur Weinverkostung ein und erklärte Näheres über die Weinherstellung.

Eine abschließende Überraschung sollte die lange Fahrt nach vier Tagen in Polen verkürzen.Weil die Reisegruppe im Bus gut vorangekommen war und das Wetter sich von der besten Seite zeigte, rundete eine zweistündige Kahnpartie im Spreewald die Fahrt ab.

„Es hat alles bestens geklappt, was wir in dieser Zusammensetzung der Reiseleitung erstmalig geplant und durchgeführt haben“, zog Organisatorin Roswitha Urbanski ihr Fazit der Fahrt. Alle Teilnehmer schlossen sich dem an. Spontan spendeten sie noch eine namhafte Summe für das Behindertenzentrum Przylep in der Nähe von Zielona Gora.

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