Besondere Kursfahrt für Störtebeker-Schüler / Zum Skilaufen nach Österreich

Vom Sportmuffel zum „Pistenvulkan“

Die Schülerinnen und Schüler der Störtbeker-Schule würden alle gern noch einmal zum Skilaufen fahren, hinten von links: Jennifer Sturhann (Schulassistenz), Martina Ohlebusch und Katrin Wiechmann; es fehlt Frank Schöttl. - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Ihr erstes richtiges Wintermärchen erlebten 17 Schülerinnen und Schüler der Klaus-Störtebeker-Schule. Mit drei Lehrkräften sowie einer Schulassistenz, die ein Inklusionskind betreute, fuhren sie die Jugendlichen aus den Klassen 8 bis 10 nach Österreich an den Mölltaler Gletscher zum Skilaufen. Ein ganz besonderes Erlebnis für die Hauptschüler, von denen zuvor noch niemand auf Skiern gestanden hatte.

Die Idee für diese besondere Kursfahrt hatte Lehrerin Martina Ohlebusch. „Vor 20 Jahren wurde so eine Fahrt schon einmal an unserer Schule angeboten, aber dann ist es aber wieder eingeschlafen“, erzählt sie. Da sie keinerlei Erfahrungen mit einer heterogenen Gruppe von 13- bis 17-Jährigen habe, habe sie sich intensiv auf diese Fahrt vorbereitet. Einen Trainerschein, um den Schülern die Grundbegriffe des Skifahrens beizubringen, hat sie schon vor zwei Jahren erworben.

Der Einsatz hat sich gelohnt, alle waren mit Begeisterung dabei und bewiesen ein erstaunliches Durchhaltevermögen. „Immer wieder wurden das Fahren im Schneepflug und die Kurvenfahrt geübt, so dass am letzten Tag elf Schülerinnen und Schüler die mittelschwere Piste hinabfahren konnten.

„Die Übrigen vergnügten sich weiterhin an den Anfängerpisten“, so Ohlebusch. Bei dieser Schulfahrt seien einige der sonst eher wenig sportbegeisterten Teilnehmer an ihre Grenzen gestoßen, daher sei einiges an Geduld und pädagogischem Einfühlungsvermögen nötig gewesen, berichtet die engagierte Lehrerin. „Die Schülerinnen und Schüler bemerkten jedoch schnell, dass es sehr lohnend sein kann, zu kämpfen, kompromissbereit zu sein und weiter zu üben, sich gegenseitig zu helfen und nicht, wie so oft im Schulalltag, frühzeitig aufzugeben. Sie erlernten alle die Anfänge des Skifahrens und hatten nicht nur viel Spaß dabei, sondern waren zu Recht stolz darauf, was sie geschafft haben.“

Zur Belohnung, dass schließlich alle irgendwie den Berg hinunter gekommen waren, gab es für alle die „Skitaufe“. Jeder bekam eine Urkunde mit einem passenden Namen, wie „Schneekönigin“, „Almdudler“ oder „Pistenvulkan“.

„Das ist die beste Klassenfahrt“

Am vorletzten Tag gab es mit dem Mondscheinrodeln noch einmal einen Höhepunkt. Mit Bussen fuhren die Schüler in das Nachbarskigebiet. Zu zweit auf einem Schlitten sausten die Jugendlichen und die Lehrkräfte die vier Kilometer lange Strecke bergab. Von diesem Erlebnis schwärmen die Kursteilnehmer noch heute. Aber auch sonst hat ihnen die Fahrt prima gefallen. „Das ist die beste Klassenfahrt, die ich je gemacht habe“, sagt Florian. Auch Alexander würde, genau wie Amal, Özge und Alina und auch alle anderen, gern noch einmal fahren.

Für die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse könnte das sogar klappen. „Wir würden die Skifahrt gern im Zweijahresrhythmus an unserer Schule etablieren“, wünscht sich Martina Ohlebusch. - ahk

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