130 Flüchtlinge sind ausgezogen / Hardwarekomponenten zwischengelagert

Sporthalle am Wall nach Pfingsten wieder einsatzbereit

Ein Blick in die leer geräumte Sporthalle des Gymnasiums am Wall gestern Vormittag.

Verden - Von Volkmar Koy. Im Oktober des vergangenen Jahres war Schluss mit dem Sportbetrieb in der Halle des Gymnasiums am Wall. Kurz nach Pfingsten könnte er wieder aufgenommen werden. Zwischenzeitlich waren dort 130 Flüchtlinge vom Landkreis Verden untergebracht worden. Jetzt war der komplette Auszug der vornehmlich aus Männern bestehenden Gruppe organisiert worden.

Wie Landkreis-Pressesprecher Ulf Neumann auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, seien von den 130 Flüchtlingen 24 in Fischerhude untergebracht worden. Der Rest sei auf verschiedene Wohnungen im gesamten Kreisgebiet aufgeteilt worden. Sammelunterkünfte sollten für die Unterbringung der Menschen möglichst nicht mehr herangezogen werden.

Bleiben nun die „Restarbeiten“, um aus der als Wohnraum genutzten Turnhalle wieder eine Sportstätte für die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums am Wall zu machen. Gerd Blome, Abteilungsleiter im Gebäudemanagement des Landkreises Verden, weiß mehr. Nach seinen Worten seien viele Arbeiten bereits abgeschlossen. „Alles ist gut und glatt gegangen“, so Blomes vorläufiges Fazit. Um den Hallenboden zu schützen, waren zunächst Folien als Stopp vor Feuchtigkeit und dann so genannte OSB-Schnellbauplatten auf 1 100 Quadratmetern verlegt worden. Bis Mittwoch nächster Woche soll das Ganze ebenfalls verschwinden.

Für die Abtrennung der einzelnen Feldbettenbereiche waren Bauzäune verwendet worden – insgesamt rund 300 Meter. In einer Box waren sechs bis acht Personen einquartiert worden, darunter auch Familien. In einem Nebenraum war die zentrale Essensversorgung mit Spülbecken und Schmutzwasseranschluss angesiedelt, die auch Anforderungen an die Lebensmittelhygiene standhalten musste. Das Abwasser sei laut Blome über ein Rohrsystem abgepumpt worden. In einem weiteren Umkleideraum der Sporthalle wurden Wäscheräume mit Waschmaschinen und Trockner sowie zusätzliche Anschlüsse installiert.

Dazu habe es auch Logistik-räume für die Flüchtlinge gegeben, mit Internet- und TV-Anschlüssen. Glück hatten die Techniker, weil eine Leitung bereits vorinstalliert worden war, sagte der Abteilungsleiter. Die Hardwarekomponenten sowie alle Feldbetten wie auch die Feuermelder wurden nunmehr zentral zwischengelagert beziehungsweise auf ähnlich gelagerte Einrichtungen verteilt. Ein paar Versorgungsleitungen müssen noch zurückgebaut werden, damit auch ein Sportbetrieb am Gymnasium am Wall wieder möglich ist. Zum Abschluss werden nach Blomes Worten einige Nebenräume neu übergestrichen.

Ein besonderes Lob sprach der Gebäudemanager den Rettungskräften aus, da die Zusammenarbeit hervorragend geklappt habe. Welche Kosten jetzt auf den Landkreis Verden wegen der Umwandlung zurück in eine Sporthalle zukommen werden, konnte Blome noch nicht beziffern. Das werde derzeit von den Fachleuten im Hause des Landkreises errechnet.

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