Bemerkenswert fit: Horst Hutz feierte seinen 95. Geburtstag / Stellvertretende Bürgermeisterin Anja König gratuliert

Sport, Reisen und die Kultur treiben ihn immer noch um

Anja König gratulierte Horst Hutz im Namen von Stadt und Landkreis. Foto: Haubrock-Kriedel

Verden – Viele Hände zu schütteln und telefonische Gratulationen entgegenzunehmen hatte Horst Hutz am Sonnabend: Der Verdener feierte seinen 95. Geburtstag. Besonders freute er sich über den Besuch der stellvertretenden Bürgermeisterin Anja König, die neben ihren persönlichen auch die offiziellen Glückwünsche von Stadt und Landkreis überbrachte.

Trotz seines hohen Alters ist Horst Hutz bemerkenswert fit und die 95 Lebensjahre sind ihm nicht anzusehen. „Ich bin immer noch sehr aktiv. Ich habe früher sehr viel Sport getrieben und spiele noch heute bis zu dreimal in der Woche Golf“, erzählt er mit einem Lächeln und fügt hinzu: „Sport ist nicht Mord. Viele wundern sich, wie fit ich noch bin“, schmunzelt der Verdener, der an seinem Ehrentag im Freundeskreis gefeiert und am Nachmittag mit Kindern, Schwiegerkindern und der Enkelin in Hamburg eine Theateraufführung besucht hat.

Sport, Reisen und sein reges kulturelles Interesse bestimmten das Leben des Seniors. Und natürlich sein Beruf als Architekt, den er noch lange nach Erreichen der Altersgrenze ausgeübt hat.

Geboren ist Hutz in Stettin. Doch gleich nach dem Abitur musste er den Kriegsdienst antreten, gelangte in russische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst nach vier Jahren zu seiner Familie nach Verden zurück, wohin die Eltern geflüchtet waren. Es war eine glückliche Fügung, denn der Schwimmsportler lernte schon gleich eine ebenso schwimmsportbegeisterte junge Frau kennen: Irmgard Hahn. „Wir verbrachten viele Stunden im Schwimmverein unterhalb des Bella Vista“, erinnert Hutz an seine vor acht Jahren verstorbene Frau.

Das Schwimmen war für beide ein Leistungssport. Er selbst habe bereits als 14-Jähriger zu den zehn besten deutschen Schwimmern gezählt. Nach dem Krieg stand für Hutz zunächst sein berufliches Fortkommen im Vordergrund: Er erlernte einen Handwerksberuf und studierte dann an der Hochschule für gestaltende Kunst. 1953 heiratete er seine Irmgard und neun Jahre später wurde Tochter Frauke geboren, die als Zahnärztin in Kiel lebt. Sohn Ingo, der in Verden lebt, kam 1965 zur Welt. Unterstützt von seiner Ehefrau machte Hutz Karriere: Rotenburg, Hamburg, Hannover oder Essen sind nur einige berufliche Stationen des Architekten, der sich 1960 in Verden selbstständig machte.

„Meine Frau war mir im Büro eine unerlässliche Stütze“, blickt er zurück. Außerdem habe sie das Familienleben gestaltet und Lehrlinge in der Hauswirtschaft bis zur Abschlussprüfung geführt. Seinen Neigungen gemäß richtete Hutz den Fokus seiner beruflichen Aktivitäten auch auf den Sportstättenbau: Hallenbad Verden, Realschule mit Sporthalle, Deutsche Bank Verden oder das .Haus der Gothaer sind Beispiele seines Schaffens. Stolz ist er außerdem auf die langjährige Zusammenarbeit mit der Firma Dodenhof, für die er etliche Gebäude- , Lager- und Tankstellenplanungen mit Bauaufsicht bis zur Abgabe des Architekturbüros im Jahr 1990 führte.  ahk

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