30er-Zonen weit und breit

Splittbremse fast vorbei: Neue Oberflächen für Land- und Bundesstraßen

Runter in den dritten Gang: In Etelsen, auf der Bremer Straße, stehen noch einige Geschwindigkeitsschilder neben der Fahrbahn und weisen auf die erhöhte Rutsch- und Unfallgefahr hin, die aufgrund des verteilten Splitts besteht.
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Runter in den dritten Gang: In Etelsen, auf der Bremer Straße, stehen noch einige Geschwindigkeitsschilder neben der Fahrbahn und weisen auf die erhöhte Rutsch- und Unfallgefahr hin, die aufgrund des verteilten Splitts besteht.

Sanierungsarbeiten auf mehreren Land- und Bundesstraßen haben zuletzt Tempo-Begrenzungen nötig gemacht. Diese Situation ist nun bald vorbei.

Landkreis Verden – Etwas langsamer als gewohnt ging es während der vergangenen zwei Wochen auf einigen Bundes- und Landesstraßen im Landkreis Verden zu. Dort war auf einigen Abschnitten eine Oberflächenbehandlung notwendig geworden, weil die Straßen kleinere Schäden, wie beispielsweise Risse oder Schlaglöcher, aufwiesen. Um diese auszubessern und die Lebensdauer der Fahrbahn zu erhöhen, wurde ein Splitt- und Emulsions-Gemisch aufgetragen, weswegen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde herabgesetzt werden musste.

„Zuerst kommt spezieller Beton auf die Straße, der dann mit Splitt abgestreut wird, der sicherstellt, dass die Reifen der querenden Fahrzeuge auf der Fahrbahn weiterhin Halt haben. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist notwendig, weil nicht der komplette Splitt auf dem Gemisch hält und somit das Unfallrisiko vorübergehend leicht erhöht wird“, erläutert Rick Graue, Mitarbeiter bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und Leiter des Geschäftsbereiches Verden, auf Nachfrage. „Der Bremsweg wird länger, manchmal wird es gerade für Motorradfahrer doch etwas rutschig, und auch durch die fliegenden Steine könnte beim Nichtbeachten der Geschwindigkeitsbegrenzung eine Gefährdung entstehen“, so Graue weiter.

30er-Schilder dürfen maximal 14 Tage lang stehen

Größere Schäden wie tiefe Schlaglöcher, große Risse oder Mängel in der Fahrbahn, könnten mit dem sogenannten „Patch-Verfahren“ jedoch nicht behoben werden. „Bei der Behandlung geht es darum kleine Lücken zu schließen, sodass beispielsweise kein Wasser unter die Asphaltschicht eindringen kann. Das wiederum könnte nämlich gefrieren und sich ausbreiten, wodurch ein viel größeres Problem entstehen könnte“, schildert Graue.

„Konkret wurde die Oberflächenbehandlung auf der L 158 zwischen Uphusen und Bierden, auf der L 156 zwischen Achim-Ost und Bassen, auf der L 155 zwischen Niendorf und Völkersen sowie auf der L 203 im Bereich Dibbersen und auf der B 215 im Bereich Dauelsen durchgeführt“, ergänzt Werner Niedfeld, Fachbereichsleiter für Straßenbetrieb und Verkehr bei der Landesbehörde für Straßenbau in Verden. Die Schwerpunkte der Reparaturen hätten auf der L 158 ud der L 203 gelegen. Die meisten Arbeiten in den betroffenen Abschnitten seien bereits abgeschlossen. „Das passt auch gut, denn die 30er-Schilder dürfen maximal 14 Tage lang stehen“, so Niedfeld. So sollen die verbleibenden, von denen es derzeit noch ein paar in Uphusen und Etelsen gibt, im Verlauf dieser Woche abgebaut werden.

Maximal 30 Stundenkilometer sind auf den Straßen erlaubt, auf denen eine Oberflächenbehandlung durchgeführt wurde.

„Früher dauerte das viel länger, bis der überschüssige Splitt sich entweder in die Straße eingearbeitet hatte oder abgefegt werden konnte“, erinnert sich Niedfeld. „Damals wurde der nämlich noch per Hand ausgeteilt. Heute macht das eine Maschine, wodurch die Splittmenge erheblich reduziert werden kann.“

Das sei ganz im Sinne der Behörde, denn „natürlich wissen wir, dass sich viele über die Geschwindigkeitsbegrenzung ärgern, die durch die Reparatur notwendig wird, darum versuchen wi,r die Beschilderung schnellstmöglich wieder abzubauen.“ So könne frühestens nach drei Tagen – unter idealen Bedingungen – der überflüssige Splitt abgefegt werden.

Reparaturfortschritt ist stark wetterabhängig

Doch dafür müsse das Wetter mitspielen: „Damit die Oberflächenbehandlung möglichst schnell abgeschlossen werden kann, sind wir auf eine gute Witterung angewiesen, weswegen wir die Maßnahme bewusst in die Sommerferien beziehungsweise in die Sommermonate legen“, berichtet Niedfeld. Da es doch leider ein paar Mal ordentlich geschüttet hat, mussten die Beschilderung sowie das Abfegen etwas länger warten, bis die Behörde wieder freie Fahrt erteilen konnte.

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