Internationale Gaumenfreuden

Interkulturelle Kochwerkstatt der KVHS ein großer Erfolg

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Die Suppe Dowqa wartet in der interkulturellen Kochwerkstatt schon auf das Servieren, während Taleha Aliyeva noch schnell das Halva für die Nachspeise fertig kocht.

Verden - Die interkulturelle Kochwerkstatt der KVHS erfreut sich großer Beliebtheit bei den Kursteilnehmern. Teilweise sind die Hobbyköche schon seit mehreren Semestern dabei, wenn es gilt, exotische Gerichte aus fremdländischen Küchen zu kochen und anschließend zu genießen.

Beim jüngsten Termin standen Gerichte aus Aserbaidschan auf dem lukullischen Lehrplan. Dabei erklärte die Dozentin der KVHS, Taleha Aliyeva, ihren Küchenlehrlingen die Geheimnisse der Speisen aus dem Land im Kaukasus. Als Entrée gab es die Suppe Dowqa – ein Joghurt-Kräuter-Süppchen mit Kichererbsen. „Dieses leichte Gericht ist auch sehr gut im Sommer als kalte Erfrischung zu genießen“, so Chefköchin Aliyeva.

Nächster Kurs im Herbst

Anschließend backten die Teilnehmer Kutab – einen hauchdünnen crêpeähnlichen Teigfladen, der mit den Kräutern Koriander, Dill und Petersilie sowie mit Spinat gefüllt wurde. Das Hauptgericht war dann Dolma, eine Hackfleischmischung aus Lamm und Rind, die entweder von Weintraubenblättern oder Weißkohlblättern ummantelt wurde. Dazu reichten die Protagonisten am Herd eine Joghurtsoße mit geraspelter Süßholzrinde.

Als Nachspeise probierten die Gourmets selbst gemachtes Halva, das ob der Unmengen an Butter, Mehl und Zuckersirup von den Hobbyköchen als wertvolles Hüftgold ausgemacht wurde. Der frisch aufgekochte Tee aus den südaserbaidschanischen Anbaugebieten samt Rosenblüten aus Sagatala rundete das „Sternemenü“ von dem Strand des kaspischen Meeres ab. Den internationalen Köchen schmeckten die Speisen so sehr, dass kein Krümelchen übrig blieb und alle Töpfe leer gegessen wurden.

Grünkohl mit Pinkel als heimatliche Spezialität

Bereits seit fünf Jahren gibt es diese gastronomische Fernreise bei der Volkshochschule in Verden in Kooperation mit dem Kreisverband der Landfrauenvereine im Landkreis Verden. Dabei wurden schon folgende Länder gaumentechnisch erkundet: Iran, Georgien, Aserbaidschan, Mexiko, Brasilien, Italien (Südtirol und Neapel), Frankreich, Spanien, Chile, Kuba, Slowenien, Syrien, Eritrea, Usbekistan, Kasachstan, Marokko, Tunesien, Thailand, Philippinen, Finnland, Japan, Bosnien-Herzegowina, Armenien, Afghanistan, Ghana, Türkei und Polen.

Die heimatlichen Spezialitäten wie Grünkohl mit Pinkel kamen aber auch nicht zu kurz. „Wir suchen noch dringend neue Chefköche, weil wir schon so viele Länder hatten“, rief Programmbereichsleiterin Tomma Ahlers Hobbyköche aus noch nicht genannten Ländern auf, sich als Dozenten zu beteiligen.

Schon im Herbstsemester geht dieser globale Kochkurs weiter, aber mit den Anmeldungen dafür müsse man sich sputen, da die Nachfrage sehr groß sei, heißt es aus eingeweihten Kreisen bei der Volkshochschule.

lee

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