Sperrung „nervt“

Sturmschäden: Fachwerkhäuser sorgen für Umleitung in Verden

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Stück für Stück wurden Giebel und Dachstuhl des Hauses an der Ecke Blumenwisch/Ritterstraße abgetragen. 

Verden - Nach dem schweren Orkan rückte nun gestern am Norderstädtischen Markt schweres Gerät an, um die erheblich beschädigten Häuser an der Ritterstraße zu sichern. „Die Standsicherheit ist nicht mehr gegeben“, hatten Experten festgestellt. Eine Spezialfirma trug daher das komplette Dach eines der Gebäude ab und stabilisierte den verbliebenen Rest.

Wer sich das Schauspiel anguckte, der bekam einiges geboten. Mit Hubwagen, Motorsägen und Brecheisen machten sich die Handwerker an die Arbeit. Morsche Dachlatten lösten sich wie von selbst, das schwere Gebälk hingegen musste mit dem Kran vorsichtig zu Boden gelassen werden. Der Denkmalschützer wird wohl noch einen Blick darauf werfen.

Mit Motorsägen machten die Handwerker Kleinholz aus den alten und teilweise morschen Dachlatten.

Für Gesprächsstoff am Bauzaun war gesorgt. Von „komplett abreißen“ bis hin zu „ein Schandfleck für Verden“ waren die am häufigsten benutzten Vokabeln. Ob es auf absehbare Zeit mit den geplanten Sanierungen auf dem Gelände sowie der Restaurierung der Häuser vorangeht, bleibt abzuwarten. Von städtischer Seite werden in regelmäßigen Abständen bei der Besitzerin Sicherungsmaßnahmen eingefordert, die – wie auch jetzt – entsprechend abgearbeitet werden.

Die Arbeiten an den Häusern sind für die Bevölkerung rings um das Areal mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Der Durchgangsverkehr über Blumenwisch sowie die Anfahrt zur Altenwohnanlage St. Johannis in der Ritterstraße sind nach Orkan „Xavier“ nicht mehr möglich. „Das nervt mittlerweile“, so ein weiterer Kommentar.

Frisches Holz für ein altes Bauwerk.

Zumindest da ist ein Ende absehbar. Ordnungsamtsleiter Rüdiger Nodorp drückte sich aber betont vorsichtig aus: „Die Sperrungen der Straßen werden vermutlich Ende der Woche aufgehoben.“ 

mw

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