Nun doch Bäume an der Claus-Ruge-Straße

SPD macht Rolle rückwärts

Zwischen Amtsgericht und Nordertor sollen  Bäume gepflanzt werden.
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Mehr Grün an die Claus-Ruge-Straße: Zwischen Amtsgericht und Nordertor sollen an der linken Seite Bäume gepflanzt werden.

Verden – Nun also doch! Die Bäume an der Claus-Ruge-Straße, möglicherweise 20 Stück, werden gepflanzt. Im Verwaltungsausschuss fand die Vorlage die Zustimmung aller Fraktionen. Das Gremium tagte, wie üblich, hinter verschlossenen Türen. Mit dem Beschluss wurde die ursprüngliche Ablehnung im Fachausschuss gekippt. Auch der Weg zwischen Amtsgericht und Nordertor soll gebaut werden, so der VA. Im Mittelpunkt des gesamten Vorhabens steht dabei eine Aufwertung des Geländes am Johanniswall.

Verwaltungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig dafür

Mit der Empfehlung macht sich der Verwaltungsausschuss, in dem Abgeordnete aller Ratsparteien vertreten sind, den Vorschlag der Stadtverwaltung zu eigen. Die hatte nach jahrzehntelangem Stillstand Handlungsbedarf in dem Bereich erkannt und den Antrag der FDP-Fraktion aus der Schublade geholt. Spielraum für eine Umsetzung gebe es, weil die Claus-Ruge-Straße als Umleitungsstrecke nicht mehr gebraucht werde. Mit dem Bau des Nordertorkreisels im Jahre 2011 fließe der Verkehr von der Großen Straße direkt auf die Bundes- und Landesstraße. Damit könne die Umleitung entfallen. „Der lang ersehnten Aufwertung des Johanniswalls mit einer Neugestaltung mit Fußweg, Bäumen und Parkplätzen steht damit nichts entgegen“, so die Formulierung der Verwaltung in einer Pressemitteilung.

Noch im Fachausschuss war das Konzept auf Kritik gestoßen

Weniger die Zustimmung zu den Plänen durch den Verwaltungsausschuss überraschte, sondern vielmehr die Einstimmigkeit des Ergebnisses. Noch im Fachausschuss war das Konzept auf Kritik gestoßen. Zwar wollten alle den neuen Weg zwischen Gericht und Nordertor, doch die Bäume stießen – außer bei den Grünen – auf Ablehnung. Die Kritiker, allen voran SPD-Fraktionschef Carsten Hauschild, verwiesen auf ein Gesamtkonzept, das – nachfolgend mit der Fertigstellung der Nordbrücke im Jahr 2024 – dem Johanniswall in Gänze ein neues Gesicht geben solle. Jetzt Bäume zu pflanzen und in ein paar Jahren wieder umsetzen, koste nur unnütz Geld, sei Stückwerk und mache keinen Sinn, so der Tenor. Die Verwaltung hatte in der Sitzung zwar auf mögliche Lösungen verwiesen, auch eine maßvolle Pflanzung versprochen, dafür allerdings mehrheitlich kein Gehör gefunden.

Der Weg, 200 Meter lang und 2,50 Meter breit, wird gebaut und die Bäume daneben gepflanzt.

Nun also die Rolle rückwärts. Der Weg, 200 Meter lang und 2,50 Meter breit, wird gebaut und die Bäume daneben gepflanzt. Ob es tatsächlich die angekündigten 20 Exemplare werden, sei dahin gestellt. Zu prüfen bleibe, wo in der Erde, parallel zur Stadtmauer und dem Scharfrichterturm, sich Leitungen verstecken, die sich mit dem Wurzelwerk nicht vertragen. Eng müsse zudem mit dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung zusammengearbeitet werden, in dessen Verantwortung der Aufbau der Domweih liegt. Ebenfalls solle bei der Planung vorausschauend gedacht und das „Konzept Johanniswall 2024“ Berücksichtigung finden.

Verdener Stadtrat entscheidet endgültig am 20. Juli

Der Stadtrat tagt am Dienstag, 20. Juli, und entscheidet in letzter Instanz endgültig über das weitere Prozedere.

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