Außenminister in Barcelona

SPD-Fest ohne Sigmar Gabriel

Christina Jantz-Herrmann und Gerard-Otto Dyck geben bekannt, dass Sigmar Gabriel nicht kommen kann. - Foto: Wennhold

Verden - Der Auftritt von Außenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel beim Sommerfest der SPD auf dem Mehrgenerationenplatz an der Aller ist ausgefallen. Vielmehr befand sich Gabriel während der Eröffnung des Festes zusammen mit seinem französischen Amtskollegen auf dem Weg nach Barcelona, um den Betroffenen eines terroristischen Anschlags in der katalanischen Hauptstadt mit Toten und Verletzten beizustehen – darunter vermutlich auch deutsche Urlauber.

Stattdessen übernahm die hiesige Bundestagsabgeordnete Christina Jantz-Herrmann seinen Part. Sie hatte den Besuch des prominenten Politikers eingefädelt, der hier nicht viel mehr , als eine Bratwurst essen und mit den Gästen des SPD-Festes ein Bier trinken wollte. Gabriel hatte Jantz-Herrmann sofort angerufen und in Aussicht gestellt, den Besuch auf jeden Fall nachzuholen. Die Politikerin: „Wir können traurig und wütend sein über das, was in Barcelona passiert ist, aber wir sollten uns das Feiern nicht verbieten lassen.“

 „Lassen uns nicht unterkriegen“

Gerard-Otto Dyck sah das ebenso. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende rief dazu auf, sich nicht unterkriegen zu lassen und für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie zu kämpfen. Füreinander dazustehen drückte der Ortsverein auch mit dem Auftritt eines Studenten aus Damaskus aus, der als politisch Verfolgter seit zwei Jahren in Deutschland lebt und wunderbar Gitarre spielen kann. Zurzeit nimmt Ghaith Qudsy an einem Projekt der evangelischen Gemeinschaft in Verden mit dem Titel „SoundKompany“ teil, das Einheimsiche und Flüchtlinge über die Musik einander näher bringen soll. Die Stimmung entspannte sich am Allerufer, und als die Musik lauter wurde, kamen immer mehr Gäste, die es sich unter Schirmen gemütlich machten und Gespräche führten.

Sommerfest der SPD in Verden 

Später am Abend berichete Landtagskandidatin Dörte Liebetruth von Integrationsmaßnahmen der Landesregierung und einer neuen Beratungsstelle gegen salafistische Radikalisierung. „Jeder kann sich da melden.“ 

 wen

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