SPD-Chef Otten: „Dinge etwas sortieren“

„Irritationen“ um den dritten Allerübergang

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Der von der SPD-Fraktion in den Verdener Stadtrat eingebrachte Antrag einer Machbarkeitsstudie für einen dritten Allergang hat offensichtlich bei einigen Gemütern zu „Irritationen“ geführt, „sodass es geboten scheint, die Dinge etwas zu sortieren“, schreibt SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Otten jetzt in einer Pressemitteilung.

VERDEN

Otten verweist in seinen Ausführungen darauf, dass die SPD-Fraktion bereits im August 2002 eine offizielle Anfrage an die Stadt Verden habe, ob der Neubau der Eisenbahnbrücke nicht auch die „Chance für eine neue Straßenverbindung über die Aller“ berge. „Noch in der Ratssitzung am 19. Mai 2015 wurde von einzelnen Mitgliedern der SPD ausdrücklich betont, dass man einen dritten Allerübergang für wünschenswert hält. Strittig war allein die Frage, auf welcher Plattform diese Diskussion geführt wird.“

In der Sache selbst habe es somit seitens der SPD-Stadtratsfraktion keinerlei Statement gegen einen dritten Allerübergang gegeben und infolge dessen auch keine, wie mancherorts behauptet, 180 Grad Drehung. „Was die SPD jedoch von anderen unterscheidet ist die Tatsache, dass wir zu keinem Zeitpunkt bereit waren, uns an populistischen Nebelschießereien zu beteiligen.“

Gehe man mal davon aus, dass – wie oft behauptet – sich eine große Mehrheit einen dritten Allerübergang wünsche, sei es natürlich auf den ersten Blick auch viel populärer, lautstark einen weiteren Allerübergang zu fordern und die Bedenken hierbei auszublenden, formuliert Otten. „Aufrichtiger scheint es mir, wenn auch auf die in diesem Zusammenhang bestehenden erheblichen Probleme hingewiesen wird.“

So gebe es zum Beispiel seitens der Unteren Naturschutzbehörde massive Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßig- beziehungsweise Genehmigungsfähigkeit eines solchen Bauvorhabens. Zurzeit liege nicht einmal auch nur eine halbwegs belastbare Schätzung der Kosten vor, die bei Betrachtung der landschaftlichen Begebenheiten exorbitant sein dürften. „Das Einzige, was gutachterlich vorliegt ist eine Verkehrszählung, die öffentliche Fördermittel nicht erwarten lässt. „Mit dem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion verfolgen wir das Ziel, Klarheit darüber zu schaffen, ob ein dritter Allerübergang im Bereich der Neuen Eisenbahnbrücke überhaupt machbar ist. Nicht mehr- und nicht weniger. Insoweit sollten zumindest erst einmal die rechtlichen Voraussetzungen gutachterlich geprüft werden“, so Otten.

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