Eitzer Heimatbühne zeigt eigene Arbeit

Spaß mit Blick in den Spiegel

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„Düttmal wat mit Niveau“ heißt die turbulente Komödie. Das Eitzer Ensemble sorgt erneut für einen vergnüglichen Abend.

Verden-Eitze - Ein turbulentes Theatervergnügen bot die Heimatbühne Eitze einem begeisterten Publikum im Borsteler Hof. Dabei strapazierte das Ensemble mit zwei Aufführungen des Stücks „Düttmal wat mit Niveau“ die Lachmuskeln der vielen Gäste. Eine Komödie, voll gespickt mit witzigen Szenen. Der Lohn für die überzeugende Spielfreude des Ensembles waren tosender Beifall, Lachsalven in Kette sowie ein fulminanter Schlussapplaus.

In der neuesten Inszenierung nehmen die Akteure den ganz normalen Wahnsinn einer Theaterprobe auf die Schippe. Beschrieben wird in der Komödie der Probenalltag eines Ensembles, das ebenso wie die Eitzer Bühne ein Jubiläum feiert. Das sollte der Anlass für etwas ganz Besonderes sein: Statt der stets derben Bauernkomödien und seichter, oft klamaukhafter Boulevardstücke will das Ensemble bei einer Aufführung mit Niveau zeigen, dass es schauspielerisch doch „mehr drauf hat“ als die üblichen Verwicklungen. Doch welches Stück sollte es sein und wer führt Regie?

Schnell ist klar, ein lustig-verschmitzter Kriminalklassiker aus der „Pater-Brown-Reihe“ soll es sein und über das Internet wird eine Regisseurin verpflichtet, die sich als professionell ausgibt, aber völlig unbekannt ist. Die Proben für die Komödie „Pater Brown und das Geheimnis der alten Gräfin“ in der noch nicht fertiggestellten Kulisse der Bibliothek von „Chesterfield Manor“ stehen vom Beginn an unter keinem guten Stern. Dem ehrgeizigen Vorhaben werden Steine in den Weg gelegt und es wird immer mehr zu einem einzigen Desaster.

Mit ihrer großen Spielfreude und viel Wortwitz sorgen die Akteure der Heimatbühne für ein großes Amüsement der Gäste. Dabei gibt Ute Defiebre die Regisseurin, die mit ihrem französischen Akzent ihr angebliches Können umzusetzen versucht, aber die Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt. Zum Schluss der Inszenierung zeigt sich, weshalb nicht. Als stark sehbehinderte Souffleuse sorgt die „Grande Dame“ des im Stück agierenden Ensembles, die von Ete Rademacher gespielt wird, ebenfalls für Chaos. Die Laienschauspieler dieser Gruppe versuchen, die oftmals wirren und kaum nachvollziehbaren Regieanweisungen umzusetzen.

Den Butler gibt hier Tim Böhling, dem ebenso wie den von Gerd Blome gespielten Pater schon mal die zu weiten Hosen der Kostümierung über die Knie rutschen. Bianca Rath macht in der Rolle der Gräfin mehrmals direkt Bekanntschaft mit dem Bühnenboden. Diese Szene muss öfters wiederholt werden und sorgt mit der damit verbundenen Situationskomik für Lachsalven und viel Beifall.

Das Ensemble des Krimiklassikers wird vervollständigt durch Caren Klaffke als Haushälterin des Pastors, die auch als Regisseurin der Heimatbühne agiert sowie durch Annekathrin Fresen als Hausdame der Gräfin. Ihre Bühnenpremiere feiert Svenja Jakobs, die als Polizistin ihren großen Auftritt hat.

Im Verlauf der Vorstellung zündet das gesamte Ensemble immer wieder Lachsalven und sorgt für ein Hochleistungs-Training der Lachmuskulatur. Als Souffleuse agierte Margret Heinrichs und viele Helfer sorgten vor und hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf.

Begeistert von der positiven Reaktion der Gäste ist Caren Klafke. Sie hat festgestellt, dass die Schauspieler bei den Aufführungen vor Publikum stets zur Höchstform auflaufen: „Das funktioniert oftmals besser als bei den Proben“. Außerdem ist es für sie spannend zu sehen, wie unterschiedlich das Publikum reagiert: „In jeder Vorführung ändert sich das und es wird oft an ganz anderen Stellen gelacht, als vorher.“

Noch bei vier Vorstellungen ist die Heimatbühne auf den Brettern im „Borsteler Hof“ aktiv. Am kommenden Freitag, 16. März, um 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 18. März, 9.30 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 24. und 25. März, jeweils um 9.30 Uhr beim Frühstückstheater. Weitere Infos auf www.eitze.de.

 rö

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