Fachdienstleiter Bernd Dannheisig verabschiedet

„Soziales, das ist mein Ding“

Drei Menschen, zwei Männer und eine Frau, stehen lachend an einem Tisch, auf dem ein alter Koffer aufgeklappt steht.  Im Hintergrund des großen Saales sind weitere Personen zu sehen, die dabei zuschauen, wie der Koffer nach und nach ausgepackt wird.
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Ich packe meinen Koffer... Karsten Bödeker (l.), designierter Nachfolger von Bernd Dannheisig, und Kollegin Daniela Burow übergeben dem scheidenden Fachdienstleiter das Abschiedsgeschenk der Fachdienst-Mitarbeiter, einen Gutschein für einen Ausflug mit Gattin Karen (im Hintergrund, mit Maske).

Das muss man erst einmal schaffen: Knapp 49 Jahre war Bernd Dannheisig bei der Kreisverwaltung tätig, davon 14 als Leiter des Fachdienstes Soziales. Langweilig sei es ihm in all den Jahren nicht geworden, sagte der 64-Jährige anlässlich seiner Verabschiedung. Mit Ablauf des 31. Juli beginnt für den Wahneberger offiziell der Ruhestand.

Verden – Am Donnerstag trug Bernd Dannheisig dann doch mal wieder einen Anzug. So wie im August 1972, als der damals 15-Jährige seine ersten Tage als Lehrling in der Kreisverwaltung hatte. Der besondere Anlass ließ den Wahneberger in das eher ungeliebte Kleidungsstück schlüpfen: die eigene Verabschiedung nach 49 Jahren im Dienst des Landkreises Verden, die meisten davon, insgesamt 43, beim Sozialamt. 14 Jahre leitete Dannheisig den Fachdienst Soziales.

In den vielen Jahren und Jahrzehnten wuchsen die Aufgaben der Behörde, erforderten neue Gesetze immer neue Überlegungen, wie diese umzusetzen seien, verdoppelten sich das Personal und das Budget. Langweilig sei es so nie geworden, sagte der künftige Ruheständler.

„Soziales, das ist mein Ding“, hatte er schon relativ früh festgestellt. Und so, wie ihn Landrat Peter Bohlmann, Kolleginnen und Kollegen am Donnerstag im Kreistagssaal beschrieben, war Bernd Dannheisig auch der richtige Mann für die vielfältigen Aufgaben, die mit diesem Ressort verbunden sind.

Für seine große Empathie bekannt

Asylbewerber, Menschen mit Behinderung, Bewohner von Pflegeheimen, Geflüchtete, Langzeitarbeitslose, Kriegsgeschädigte und -hinterbliebene, Bürgerinnen und Bürger in sozialen Nöten: Für sie alle und viele mehr bildet der Fachdienst 50 eine wichtige Anlaufstelle. Gestern war Dannheisig ein Anliegen, das Team an eines zu erinnern: „Es geht um Menschen, die aufgrund schwieriger Situationen Hilfe brauchen.“ Ein Satz, mit dem der 64-Jährige bestätigte, was andere ihm an diesem Morgen schon attestiert hatten: eine große Empathie.

Er sei „der, den man fragen konnte“, bescheinigte der Landrat Bernd Dannheisig ein profundes Fachwissen, das dieser aber auch immer wieder einsetzte, um dem Einzelnen zu helfen.

So viel Offizielles muss sein: Landrat Peter Bohlmann überreicht Bernd Dannheisig die Überlassungsurkunde.

„Fleiß, Sorgfalt und Gründlichkeit“ zeichnen Bernd Dannheisig aus, so ist es schon in einem der ersten Zeugnisse im Verwaltungsdienst nachzulesen. „Leidenschaftlich und innovativ“, fügte Peter Bohlmann als weitere Kennzeichen hinzu.

So sei die Idee, in Kooperation mit der Lebenshilfe eine Kita im Kreisaltenheim Haus am Hesterberg in Dörverden einzurichten, auf Dannheisig zurückzuführen. Auch, dass der Landkreis Verden die Flüchtlingskrise im Winter 2015/16 gut bewältigen konnte, sei der „Besonnenheit, Erfahrung und seinem enormen menschlichen und zeitlichen Einsatz“ zu verdanken.

Gerne Verantwortung übernommen

Der so sehr Gelobte nahm die vielen guten Worte mit einem freudigen Lächeln auf – und genauso unaufgeregt, wie man ihn kennt. Er habe gern Verantwortung übernommen, sagte er. Für den Wahneberger gehörte dazu stets, die Situation vor Ort zu erkunden. „Macht nicht nur Aktenbearbeitung am Schreibtisch, sondern geht auch raus“, empfahl er nun den Mitarbeitern.

„Es war mir wirklich eine Freude, mit euch zusammen gearbeitet zu haben“, sagte Bernd Dannheisig abschließend. Ob es ein Abschied für immer sein wird? Peter Bohlmann zeigte sich zuversichtlich, dass sich seine Wege mit denen des Ruheständlers wieder kreuzen werden. Der Wahneberger selber konnte sich vorstellen, dass er vielleicht dann und wann beratend tätig sein könnte. Eines jedoch schloss er aus: dass er den vollen Dienstkalender gegen einen vollen Privaten tauschen wird.

Von Katrin Preuss

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