Hindernisläuferin reizt die Atmosphäre am Lauf für Jedermann

Sophie-Marie Kohlhase plant für den Verdener Stadtlauf

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Regelmäßig trainiert Sophie Kohlhase im Stadion für den Stadtlauf.

Verden - Von Jürgen Thiele. Das Beste sollte am Schluss kommen. Es war der Tag der Bahneröffnung im Verdener Stadion. Als letzter Wettbewerb des Tages kündigte sich der Hindernislauf der Frauen über 3 000 Meter an. Es sollte ein spannender Wettbewerb werden. Lara Brunner vom HSV und Sophie-Marie Kohlhase vom Leichtathletikverein Verden (LAV) lieferten sich einen Kampf um jeden Zentimeter. Erst auf den letzten Metern entschied sich der Lauf für Brunner. Sie siegte mit vier Sekunden Vorsprung vor Kohlhase, die 11:43,68 Minuten benötigte. Doch die Achimerin jubelte trotz der Erschöpfung. „Das ist die gesetzte Norm für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften“, strahlte sie überglücklich.

Sophie ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied im LAV. Die 20-Jährige aus Achim macht zur Zeit eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Walsrode. Bereits im Alter von sechs Jahren begann ihre sportliche Tätigkeit. Zehn Jahre später folgte dann ihr erstes großes Erlebnis, das ihr noch immer gut in Erinnerung geblieben ist: Platz fünf bei den Deutschen Meisterschaften der U18 im 1500-Meter-Hindernislauf.

Die Hindernisstrecken sollten dann auch ihre liebsten Disziplinen werden, obwohl sie – neben Schwimmen und Rennradfahren – auch die Mittel- und Langstrecken gut beherrscht. Deswegen plant sie den Verdener Stadtlauf am 21. Juni in ihrem Wettkampfprogramm ein.

Auch an kleine Begebenheiten denkt sie gern zurück, an die Trainingslager zum Beispiel, wo sie neben vielen Aktiven auch ihren Freund kennenlernte. Ihr sportliches Vorbild ist „Gesa Felicitas Krause, nicht nur, weil sie die 3000-Meter-Hindernis so gut laufen kann, nein, sie hat auch eine Super-Technik“, bewundert sie die deutsche Weltklasseathletin.

Eine favorisierte Trainingsstrecke hat Kohlhase nicht, was auch an ihren etwas unsteten Leben liegt: zu Hause in Achim, beim Training mit ihren Vereinskameraden in Verden, am Ausbildungsort in Walsrode, in Hamburg am Wohnort ihres Freundes, aber auch in Mönchengladbach, wenn sie als Familienmensch ihre Großeltern besucht. „Durch die Abwechslung wird das Training nie langweilig, vor allem im nicht im Winter, wenn ich viele lange Dauerläufe mache.“

Sie sei sehr talentiert, urteilt ihr Trainer Uwe Cordes. über Sophie Kohlhase. Kein Wunder. Die ganze Familie ist sportlich aktiv. Der Vater läuft regelmäßig, der Bruder hat zum Tennis gewechselt, die Schwester geht schwimmen. Und die Mutter ist früher viel zu Wettkämpfen mitgekommen und hat die ganze Familie gemanagt. Sogar den Urlaub planten sie nach Sophies Trainingszyklen.

Auch wenn Sophie reist, bringt das ihren Trainingsplan nicht durcheinander. Als Frühaufsteherin läuft sie am liebsten am Morgen, vor dem Frühstück. Gern auch in den Bergen. Diszipliniert plant sie ihren Sport und ihre Freizeit. Dazu passt auch ihre Einstellung zum Sport: „Heute im Training, morgen im Wettkampf.“

Auf die Frage, was sie in zehn Jahren wohl macht, da schmunzelt sie nur: „Da bin ich 30 Jahre, schon ganz schön alt.“ Sie denkt lieber an das Heute. So sagt sie selbstbewusst und stolz von sich: „Ich bin froh, dass ich mir bewiesen habe, dass ich durch gutes Training, einen guten Trainingsplan und viel Disziplin zu den Deutschen Meisterschaften kommen kann.“

Die Zuschauer können deshalb gespannt sein, wie Sophie Kohlhase ihren Auftritt beim Stadtlauf am 21. Juni in Verden gestaltet.

Nähere Informationen

zu allen Läufen unter www.lgkv.de.

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