Sänger-Songwriter Marlon gibt intimes Konzert bei Borboletta

Songs voller Intensität

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Marlon meldete sich mit einem kleinen Konzert bei Borboletta zurück.

Verden - Mit einem Konzert im kleinen Rahmen bei Borboletta präsentierte der Singer-Songwriter Marlon seine Songs erstmals wieder der Öffentlichkeit. „Selbstbestimmt“ lautete der Titel seines Konzerts, und so präsentierte er sich auch dem Publikum, ungekünstelt und authentisch.

Deutschlandweit bekannt wurde Marlon 2002 als 14-Jähriger mit seiner Single „Lieber Gott“, die er im Rahmen einer Benefizaktion gemeinsam mit Nena, Karat- Sänger Herbert Dreilich, Joachim Witt, Rolf Stahlhofen (Sänger der Söhne Mannheims) und Echt-Frontmann Kim Frank für die Opfer der Elbflutkatastrophe aufgenommen hat. 2006 machte er noch einmal mit der Single „Was immer du willst“ von sich reden, mit der er Niedersachsen beim Bundesvision Song Contest vertrat. Dann wurde es still um den sensiblen Musiker, lange machte er Musik nur noch für sich. Jetzt zeigte er, dass seine Lieder nichts von ihrer Intensität verloren haben.

Die intime Atmosphäre im kleinen Laden passte gut zur handgemachten Musik mit den nachdenklichen Texten. Nur begleitet von seiner Gitarre, fast schon zurückhaltend, stand Marlon vor seinem Publikum und ließ einfach seine Musik für sich sprechen. In seinen Songs „Musekind“ und „Ich schau zurück“, hat er seine Vergangenheit verarbeitet, in der es nicht immer einfach für ihn war. Doch auch Krieg und das Leid der Menschen sind für ihn musikalisch immer noch ein Thema. „Es geht uns gut in Deutschland, doch in vielen anderen Ländern ist es nicht so schön“, gab er zu bedenken. Berührend sang er in „Kinder des Sturms“ davon, dass schon Kinder zu den Waffen greifen müssen und „zum Sterben geboren“ sind.

Doch auch einige seiner älteren Songs fehlten nicht, so auch „Fragen, Fragen, Fragen“ und natürlich sein größter Hit „Lieber Gott“. Die Zeilen „Sag mir, warum muss das sein, Leid wohin ich seh und meistens wo ich’s nicht versteh. Sag mir, ist es gerecht, dass es manchen so schlecht und anderen viel zu gut geht“, sind heute aktueller denn je.

Seine temperamentvolle Seite zeigte er bei einer spanischen Up tempo Nummer, eine Erinnerung an Gran Canaria, wo er als Kind einige Zeit lebte. Bei den Zuhörern kam auch diese Seite Marlons sehr gut an.

ahk

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