Große Freude bei der Kreisjägerschaft

Sonderpreis für die Verdener Waldjugendspiele

Zwei Männer geben sich die Hand, einer hält Dokumente in der anderen.
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Die Urkunde für die Wettbewerbsieger überreichte Helmut Dammann-Tamke (l.) im Stadtwald an Jürgen Luttmann.

Große Freude bei der Kreisjägerschaft Verden über den ersten Platz im Wettbewerb „Sonderpreis Lernort Natur“. Der Deutsche Jagdverband hat den mit 3 000 Euro dotierten Preis zum 30-jährigen Bestehen seiner gleichnamigen Umweltbildungsinitiative ausgelobt.

Verden – Flankiert von Jagdhornklängen überreichte der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen und DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke, die Preise an die Besten der Besten. Mit dem Wettbewerbsbeitrag „Waldjugendspiele im Landkreis Verden“ konnte die Jägerschaft die Jury überzeugen.

Waldjugendspiele seit 15 Jahren in Kreisjäger-Hand

Seit 15 Jahren führen die Waidmänner die Spiele mit ihren Kooperationspartnern für Grundschüler aus dem ganzen Landkreis im Verdener Stadtwald durch. Wettbewerbsbeiträge der Kreisjägerschaften Neuss (Virtuelle Naturerlebnisse) und Nordfriesland (Eidum; Vogelkoje auf Sylt) folgen auf den Plätzen und wurden mit 2 000 und 1 000 Euro belohnt. Darüber hinaus hat der DJV noch zehn Sonderpreise vergeben.

Selten kommt so viel lokale Prominenz zu einer Preisverleihung wie am Mittwochnachmittag im Stadtwald. Neben Dammann-Tamke hatten sich Landrat Peter Bohlmann, die stellvertretende Verdener Bürgermeisterin Johanna König, die Dezernentin der Landesschulbehörde Nicola Feil und viele Personen eingefunden, die an der Durchführung der Waldjugendspiele teils seit vielen Jahren beteiligt sind.

Es ist ein wunderbares und vorbildhaftes Projekt.

DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke

„Es ist ein wunderbares und vorbildhaftes Projekt“ sagte Dammann-Tamke, der die Organisatoren als Vorzeige-Kreisjägerschaft in seinem gesamten Wirkungsgebiet bezeichnete. Denn ob Tierspuren im Wald entdecken oder zuordnen können, von welchem Baum ein Blatt stammt, die Waldjugendspiele im Verdener Stadtwald bieten jährlich Grundschülern der vierten Klassen im Landkreis die Möglichkeit, in der Natur auf Entdeckungsreise zu gehen und ihre vielfältigen Lebensräume kennenzulernen. Der Präsident lobte das Engagement, das weit über jagdliche Themen hinausreiche und zollte dem 2005 gefassten Entschluss, die Nachfolge der Landesforsten in Sachen Waldjugendspiele anzutreten, großen Respekt. „Sie haben sich damals den Hut aufgesetzt und die Waldjugendspiele nicht nur fortgeführt, sondern mit ihren Partnern auch weiterentwickelt und bereichert“, so der Laudator. Dammann-Tamke sprach zudem von einer großen Breitenwirkung und der regionalen Bedeutung der Waldjugendspiele, was neben Aspekten wie pädagogische Wertigkeit oder Wirkung als Leuchtturmprojekt und Vorbild für andere Jägerschaften, die Jury überzeugt habe.

Als gute Kenner der Waldjugendspiele sprachen Johanna König und Peter Bohlmann der Kreisjägerschaft Verden ihre Anerkennung sowie die von Stadt und Landkreis aus. Es sei immer wieder schön, zu erleben, mit wie viel Begeisterung die Kinder bei der Sache seien, hieß es. Bohlmann betonte, dass die Kreisjägerschaft durch diesen Preis jetzt auch bundesweit im Gespräch sei. Er verwies auf die Bedeutung des Waldes für Mensch und Tier und bat die Jäger, die Waldjugendspiele noch viele weitere Jahre durchzuführen. Diesem Wunsch schloss sich Nicola Feil in ihren Grußworten an.

Preis als Verpflichtung, weiterzumachen

„Das alles hier tut richtig gut, ist aber zugleich auch eine Verpflichtung, weiterzumachen“, erwiderte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Jürgen Luttmann. Kurz reflektierte er die Erfolgsgeschichte der Waldjugendspiele und sprach von mehreren glücklichen Umständen bei der Übernahme der Aufgabe im Jahr 2005. Luttmann: „Seitdem haben viele Menschen die Waldjugendspiele aktiv begleitet und unterstützt. Der Preis ist daher keine Auszeichnung für den Vorstand der Kreisjägerschaft, sondern ein Preis für alle Beteiligten. Sie sind sämtlich mit viel Herzblut dabei und nur dadurch sind die Waldjugendspiele eine runde Sache.“  

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