Sommerveranstaltung „Inklusiv handeln in Verden“ / Theater und Vorträge

„Es beginnt in den Köpfen“

Peter Bohlmann, Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Martina Laschke, Birgit Wenzel, Sabine Mandel, Lutz Brockmann, Gunda Ennen, Mathias Hinderer und Sabine Herold setzten sich in Verden für die Inklusion ein.
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Peter Bohlmann, Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Martina Laschke, Birgit Wenzel, Sabine Mandel, Lutz Brockmann, Gunda Ennen, Mathias Hinderer und Sabine Herold setzten sich in Verden für die Inklusion ein.

Verden - Sechs Jahre inklusive Prozesse in Verden – Zeit ein Resümee zu ziehen. Aber auch, um weiterhin zu diskutieren, Gedanken auszutauschen und sich weiterzubilden. Dazu waren gestern alle Beteiligten sowie Eltern und Bürger im Rathaus eingeladen.

Die Sommerveranstaltung „Inklusiv handeln in Verden – gemeinsam verantworten und gestalten“ bot ein unterhaltsames Programm. Gäste wie Bürgermeister Lutz Brockmann, Landrat Peter Bohlmann, Birgit Wenzel vom Niedersächsischen Kultusministerium kamen zu Wort. Die städtischen Kitas führten den Inklusions-Rap „Wie alles begann“ vor und es gab einen Fachvortrag von Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Vorstand der Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft mit dem Titel „Inklusive kommunale Prozesse“. Das Playback Theater Hannover unterhielt mit dem Stück „Den Geschichten Gestalt geben – die vergangenen zwei Jahre“.

Im Jahre 2008 begann in Verden der Gedanke der Inklusion real zu werden. „Damals noch unter dem Begriff Inklusive Menschenrechte“, erzählt Mathias Hinderer von der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, der von Anfang an mit der Stadt zusammenarbeitet. „2012 haben wir das Projekt dann umbenannt in ‚inklusiv verbunden‘“. Gefördert wird es aus EU-Mitteln. Begonnen habe alles in den Kitas, mittlerweile habe sich der Gedanke aber immer weiter verbreitet und werde unter anderem im Jugendzentrum und im Bürgertreff gelebt, so Sabine Herold, Projektkoordinatorin von inklusiv verbunden. „Alle sollen sich zu Hause und zugehörig fühlen, das ist der Grundgedanke“, so Herold. „Es beginnt in den Köpfen, in der Praxis hat sich auch langsam etwas verändert. Dabei müssen wir Erwachsenen ersteinmal das verlernen, was wir in der Schule erlebt haben.“ Daher sei es nun umso wichtiger, dass dieser Gedanke sich bei den Kindern verfestigte, von klein an. In Verden gebe es sehr gut ausgebildete Menschen, die sich das aber nicht unbedingt zutrauen. „Wir motivieren diese immer wieder“, sagt Gunda Ennen, Bildungsvereinigung Arbeit und Leben.

Dass im konkreten Fall in den Kitas und Schulen mehr Ressourcen notwendig sind, um die Inklusion konsequent zu leben, das bestreitet niemand. Aber das sei es nicht allein. „Wenn die Schulen und Kitas das wirklich wollen, dann geht das auch“, betont Ennen. Und Bürgermeister Lutz Brockmann ergänzt: „Ich habe mal von einem Kita-Mitarbeiter den Satz aufgeschnappt ‚die Arbeit wird nicht leichter, aber die inklusive innere Haltung macht die Arbiet leichter‘ und dieser Satz treibt mich auch immer wieder an.“

Ein nächster wichtiger Schritt sei, dass die Politik die Inklusion mehr fördert.

sig

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