Sommerauktion des Hannoveraner Verbandes / Viele Käufer aus dem Ausland

Rappfohlen Dollar Girl für 42000 Euro nach Dänemark

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Für 25500 Euro wurde das vierjährige Dressurtalent Drew Doughty versteigert.

Verden - Von Jürgen Honebein. Die Juli-Auktion des Hannoveraner Verbandes in der sehr gut besetzten Niedersachsenhalle endete mit einem Durchschnittspreis von 14195 Euro für die 82 verkauften Reitpferde. Den höchsten Preis erzielte der fünfjährige dunkelbraune Wallach Reminder, der für 43000 Euro in die Niederlande verkauft wurde. Das teuerste Fohlen wird Deutschland ebenfalls verlassen. Die drei Monate alte Rappstute Dollar Girl kostete 42000 Euro und wird die Reise nach Dänemark antreten.

Schon während des Trainings in den vergangenen zwei Wochen hatte sich der Romanov Blue Hors/Longchamp-Sohn Reminder (Züchter Francois Schneiders, St. Vith/Belgien, Aussteller Scott Zahner, Hinsdale/USA) zu einer der begehrtesten Offerten für das Dressurviereck entwickelt. Der Aussteller hatte den Wallach vor fünf Jahren auf der Fohlen-Auktion an gleicher Stelle entdeckt. Für 43000 Euro ging der Zuschlag an Stammkunden aus den Niederlanden, die am Telefon das letzte Gebot hielten. Auch dem Zuschlag für das teuerste Springpferd ging ein lebhaftes Bieterduell voraus. Auktionator Bernd Hickert erteilte erneut den Zuschlag am Telefon. Für 35000 Euro sicherte sich ein Springstall aus Schweden, der schon etliche talentierte Pferde für den internationalen Sport in Verden entdeckt hat, den Stolzenberg/Hurricane-Sohn Silverado (Züchter und Aussteller Frank Kuhlmann, Diesdorf). Zufrieden dürften Gudrun und Heinrich Luttmann (Klein Heins) gewesen sein, die für ihre fünfjährige Contendro I/Graf Top Stute Charlotta, die sehr viel Talent über den Sprung verriet, 20000 Euro von einem ausländischen Käufer erhielten.

Auch dieses Mal kamen die Käufer aus vielen Teilen der Welt. Zahlreiche neue Kunden hatten den Weg in die Niedersachsenhalle gefunden. „Während der Trainingszeit war von Beginn an das Interesse an den Reitpferden sehr groß. Etliche Käufer, die sich zuvor über digitale Medien informiert hatten, waren erstmals bei einer Verdener Auktion und die Listen für das Ausprobieren der Pferde waren sehr gut gefüllt“, resümierte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener und lobte gleichzeitig sein Team. Besonders auffällig war das Bieterverhalten eines neuen Kunden aus Korea. Mit großen Preissprüngen ließ er per Telefon großzügig jeweils aufrunden. Die beiden so ersteigerten Pferde werden in Deutschland bleiben und bei Mannschaftsolympiasieger und Reitmeister Hubertus Schmidt (Etteln) auf ihre Dressurkarriere vorbereitet.

Insgesamt war bei dieser Auktion die Exportrate überdurchschnittlich hoch, 45 Mal unterschrieben internationale Interessenten einen Kaufzettel. Am stärksten vertreten waren Hannoveraner Freunde aus den USA und Italien, gefolgt von Kunden aus den Niederlanden, Spanien und der Schweiz. Als gute Idee erwies sich, das Angebot der Reitpferde im Juli erstmals durch Fohlen zu ergänzen. „Dadurch können wir den Kunden interessante Fohlen alters- und entwicklungsentsprechend anbieten“, befand Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener und freute sich über das gute Resultat.

Die 50 Vertreter des Jahrgangs 2015 fanden im Durchschnitt für 7002 Euro neue Besitzer. 13 Fohlen wurden ins Ausland verkauft und 37 bleiben im Inland. Als es um den Spitzenpreis ging, war es einmal mehr Gerold Gögele (Bleckede), der mit der drei Monate alten De Niro/San Amour-Tochter Dollar Girl den höchsten Preis erzielte. Dem Züchter und Ausbilder ist es gelungen, innerhalb von 24 Monaten das fünfte De Niro-Fohlen in Verden für einen Preis von über 26000 Euro zu verkaufen. 42000 Euro war das Rappfohlen einer Kundin aus Dänemark wert.

Der Ahneberger Jörg Paeper erhielt für seine Cham/Landadel Stute Chamina P 6000 Euro. Über 10500 Euro durfte sich dagegen Wolfgang Lutz (Völkersen) für sein Contendro I/Heraldik xx Hengstfohlen Campari freuen.

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