Kundgebung des Netzwerks Unantastbar

„Solidarität mit den Menschen in Afghanistan“ vor dem Verdener Rathaus

Ein Redner vor Menschen die die afghanische Flagge halten.
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Kein Vertrauen in die Zusagen der Taliban hat Jawid Sadeqi. Der Journalist berichtete von Erlebnissen und neuen Nachrichten aus dem eroberten Land.

Verden – „Kommt mit uns auf die Straße!“ Mit dieser Aufforderung hatte das Netzwerk Unantastbar angesichts der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan zu einer Kundgebung vor dem Verdener Rathaus eingeladen.

Die Resonanz aus der Bevölkerung fiel überraschend stark aus. Selbst das nasse Wetter konnte die etwa 150 Teilnehmer nicht davon abhalten, dem Bericht des aus Afghanistan geflüchteten Journalisten Jawid Sadeqi zu folgen. Vom Podest aus schilderte er seine Erfahrungen mit den Taliban. Er warnte davor, den moderaten Tönen, die ihre Eroberung in Kabul begleiten zu vertrauen.

„Solidarität mit den Menschen in Afghanistan.“ Das stand über der Kundgebung zu der das Netzwerk Unantastbar eingeladen hatte. Aber nicht nur die Transparente des Zusammenschlusses von zivilgesellschaftlichen Gruppen wie Amnesty International Verden, der Friedensinitiative, Wabe, den Omas gegen Rechts oder Fridays For Future und ihrer Mitglieder, säumten die große Runde um den Redner.

Erinnerungen an die Talibanherrschaft in seiner Kindheit

Der Journalist lebt mit seiner Familie heute in Oldenburg und ist dabei sein Studium abzuschließen. Den Teilnehmern vor dem Rathaus berichtete er von Erlebnissen unter der Taliban-Herrschaft in seiner Kindheit. Vor allem führte der gebürtige Afghane die Unfreiheit der weiblichen Bevölkerung des Landes vor Augen.

Nach und nach wurden während seiner Worte die Farben der afghanischen Flagge immer präsenter in Menge am Podest. Und dem Beifall der Zuhörer war das Gefühl der Solidarität mit den bedrohten Menschen und den Frauen, deren Selbstbestimmungsrechte infrage stehen, anzumerken.

150 Teilnehmer machten sich bei der Kundgebung vor dem Verdener Rathaus für die Unterstützung der bedrohten Menschen in Afghanistan stark.

Auf das Geschehen am Hindukusch ging auch Johanna Zeuner ein und erinnerte daran, dass das Netzwerk Unantastbar sich mit seiner Veranstaltung dem Aufruf des Niedersächsischen Flüchtlingsrates angeschlossen hat. Auch Andreas Borchert rief als Sprecher von Verdens Amnesty-Gruppe dazu auf, dass die gefährdeten Menschen in dem Land gerettet werden müssten.

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„Zehntausende Menschen, die sich für ein friedliches, demokratisches und rechtsstaatliches Afghanistan eingesetzt haben, sind in akuter Lebensgefahr“, war die Botschaft von Rudi Klemm als Sprecher des Netzwerks zum Anlass der Veranstaltung. Viele Menschen in dem Land seien aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit deutschen Organisationen massiv gefährdet. Schon allein, weil Kabul nicht mehr auf dem Landweg verlassen werden kann und die Luftbrücke von der Bundesregierung zu spät eingerichtet worden war, sei die Solidarität nötig. kle

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