Krissy Matthews und Band im Dog

Sofort von null auf hundert

Eindrucksvoll: We are Riot aus Bremen.

Verden - Das war Spielfreude pur: Ein „alter Bekannter“ gab auf Einladung des Vereins Verdener Jazz- und Blues-Tage ein Konzert im Domgymnasium. Krissy Matthews und seine Band traten bereits zum sechsten Mal in der Allerstadt auf. Sein Debut in Verden hatte Matthews 2007 als 14-Jähriger, seitdem ist er hier ein gern gesehen Gast. Auch am Freitag begeisterte der Bluesmusiker das Publikum erneut mit seinem virtuosen Gitarrenspiel.

Krissy Matthews ist halb Brite, halb Norweger. Schon mit acht Jahren begann er, E-Gitarre zu spielen, seit er zehn ist, schreibt er auch eigene Songs. Trotz seiner knapp 24 Jahre ist Matthews somit bereits ein „alter Hase“ im Musikgeschäft, der Blues ist ihm förmlich in Fleisch und Blut übergegangen. Dieses merkte man auch gleich bei seinem ersten rockigen Song „All Night long“. Matthews ging sofort von null auf hundert, zeigte sein ganzes Können als begnadeter Gitarrist. Das Instrument schien förmlich mit ihm verwachsen und Teil seines Körpers zu sein.

Matthews Repertoire reicht von rockigen Stücken bis hin zu Balladen, mal klingt die Gitarre wild und entfesselt, dann wieder sanft. Von Beginn an war er der unbestrittene Mittelpunkt auf der Bühne, seine hervorragende Band stand fast ein wenig zu sehr im Schatten des Frontmanns. Krissy Matthews hüpfte und sprang extatisch um dann wenig später bei seinen Soli wieder völlig von der Welt entrückt zu sein.

Im Gepäck hatte Matthews auch einige Songs von seinem aktuellen Album „Scenes from a moving Win-dow“. Auch hier wurde die enorme Vielseitigkeit des Künstlers deutlich. „I´ve been searching“ ist ein rockiges Bluesstück, bei „Bubbles and the seven Phones“ zeigt Matthews seine sanfte Seite.

„Roadsick Blues“ dagegen beinhaltet Elemente aus der Country Musik. „Cant´t get it down on the Paper“ hat mit seiner eingängigen Melodie richtige Hitqualitäten.

Die Fans von Krissy Matthews kamen an diesem Abend daher wieder voll auf ihre Kosten und äußerten das mit begeistertem Applaus.

Doch Krissy Matthews und seine Band bestritten den Abend nicht allein. Als Opener stand We are Riot auf der Bühne, eine junge Band aus Bremen. Frontfrau Jennifer Bothe und ihre vier Bandkollegen gewannen mit ihrem unverfälschten, schnörkellosen Rock schnell die Sympathien des Jazz- und Bluesfreunde. Leadsängerin Jennifer präsentierte sich überzeugend mit ihrer starken, rockigen Stimme und zeigte gemeinsam mit der Band für eine halbe Stunde eine tolle Show.

Zu hören gab es auch Stücke von der neuen CD der Band. Als We are Riot die Bühne verließ, war das Publikum bestens für den Auftritt von Krissy Matthews eingestimmt.

ahk

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