Informatikstudent Dennis Marx hilft im Mehrgenerationenhaus

Smartphone-Starthilfe für Senioren

Dennis Marx gibt Tipps für den Umgang mit dem Smartphone. Foto: Niemann

Verden - Von Christel Niemann. An einem Smartphone kommt man heute kaum noch vorbei. Das haben auch viele ältere Menschen erkannt. Das Handling der Mini-Computer fällt ihnen aber zuweilen schwer. Im Mehrgenerationenhaus Bürgertreff in Verden finden sie Hilfe. Dort startete im Januar in Nachfolge des Internet-Cafés ein kostenloser Smartphone-Kurs für Senioren, in dem der Informatikstudent Dennis Marx den Teilnehmern helfend zur Seite steht. Der 26-jährige beantwortet geduldig Fragen, gibt Tipps, geht auf die Probleme ein und hilft auch beim Umgang mit Laptop und Co.

Wie komme ich ins Internet? Wie verschicke ich Nachrichten? Was ist zu tun, wenn der Speicher voll ist? Wo finde ich die Einstellungen? Wie kann ich Nachrichten wieder löschen oder wie werde ich diese App bloß wieder los? Eine muntere Gruppe von Senioren nutzt das Angebot im Mehrgenerationenhaus. „Dennis, Sie müssen mir helfen. Alleine bin ich hier aufgeschmissen“, lacht eine der Teilnehmerinnen und tippt sich, als müsste sie sich entschuldigen, an die Stirn.

Dabei ist sie in guter Gesellschaft. Auch alle anderen kämpfen mit den Tücken ihrer Smartphones. Insgesamt haben sich acht Teilnehmer, alle zwischen 65 und 80 Jahre alt, gleich beim ersten Mal angemeldet, und einige wollen zum nächsten Termin Anfang April noch einmal wiederkommen.

„Es kommt immer mal wieder vor, dass ich Unterstützung brauche“, sagt ein älterer Herr. Auch Friedel Plenge braucht im Umgang mit seinem Smartphone hin und wieder einen Tipp, den ihm eigentlich auch sein Sohn geben könnte. „Das bringt mir aber nicht wirklich etwas. Er selbst ist im Umgang mit PC und Handy fit, aber seine Erklärungen sind knapp und seine Finger huschen so schnell über die Tastatur, dass ich am Ende nicht klüger bin als vorher“, berichtet der ehemalige Waller Ortsbürgermeister.

Elisabeth Pankoke, Christa Peters oder Helene Schlarmann sehen es genauso. „Wir trauen uns einfach nicht so leicht, ein wenig herumzuprobieren“, meint Peters. Sie hätten Angst, etwas an den Maschinen kaputtzumachen. „So schnell geht nichts kaputt“, macht Marx ihnen Mut. Doch das, so sagt er, sei auch gar nicht das vorrangige Thema im Kurs. „Die Sorge, dass Sie unbeabsichtigt und ohne es zu bemerken etwas herunterladen oder sich Viren einfangen könnten, ist viel größer.“

Andere Teilnehmer wiederum befürchten, unbeabsichtigt Käufe zu tätigen und Marx muss sie beruhigen, dass das so leicht und nur durch einen einzigen Klick nicht passiert.

Darüber hinaus tauschen die Senioren sich aber auch untereinander aus. Sobald die Teilnehmer über fortgeschrittene Kenntnisse verfügen, wird ihnen Marx auch noch das Ordnen und Speichern von Fotos erklären. Auch das Finden, Laden und Löschen von Apps oder die Memo-Funktion des Handys werden im Kurs noch Thema sein.

Am Donnerstag, 16. April, startet der Smartphone-Kurs in die zweite Runde. Anmeldungen sind bereits unter der Rufnummer 04231/68992 möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Meistgelesene Artikel

Neuer Wirtschaftsförderer gesucht

Neuer Wirtschaftsförderer gesucht

Corona: Wie Reitställe und -vereine mit Kontaktverbot und Ausgangssperre umgehen

Corona: Wie Reitställe und -vereine mit Kontaktverbot und Ausgangssperre umgehen

Helden des Alltags: Als Bäcker täglich für Kunden im Einsatz

Helden des Alltags: Als Bäcker täglich für Kunden im Einsatz

Alltag mit Corona: Fünfköpfige Familie spricht über neuen Tagesablauf ohne Kita und Schule

Alltag mit Corona: Fünfköpfige Familie spricht über neuen Tagesablauf ohne Kita und Schule

Kommentare