Silke Streichsbier und Lutz Gaebel 40 Jahre im Dienst der Staatsanwaltschaft

Auszeichnung für zwei Urgesteine der Justiz

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Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Gresel-Appelbaum (Mitte) gratulierte den Jubilaren, Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier und Erster Staatsanwalt Lutz Gaebel.

Verden - Gleich zwei 40-jährige Dienstjubiläen konnten bei der Staatsanwaltschaft Verden gefeiert werden. Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Gresel-Appelbaum überreichte Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier und Erstem Staatsanwalt Lutz Gaebel die Urkunden der Niedersächsischen Justizministerin, mit der sie ihnen für die gewissenhafte Pflichterfüllung in den Jahren ihrer Berufstätigkeit dankte.

Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier studierte Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, bevor sie im Anschluss an das erste juristische Staatsexamen 1978 ihr Referendariat bei der Staatsanwaltschaft Lübeck begann. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen im Jahr 1981 begann ihre Probezeit in der niedersächsischen Justiz, zunächst als Richterin beim Landgericht Verden. Am 4. September 1984 folgte die Ernennung zur Staatsanwältin. Nachdem Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier zunächst über viele Jahre die allgemeine Kriminalität in dem Amtsgerichtsbezirk Rotenburg bearbeitet hatte, folgte eine Spezialisierung auf Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Im Jahre 2000 wurde ihr mit der Beförderung zur Oberstaatsanwältin die Leitung der Abteilung V bei der Staatsanwaltschaft übertragen.

Von 2006 bis 2010 war sie Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Verden. Nachdem im Januar 2011 der bisherige stellvertretende Behördenleiter in den Ruhestand gegangen war, hatte sie zunächst dessen Aufgaben vertretungsweise wahrgenommen. Seit dem 1. Februar 2011 ist sie stellvertretende Behördenleiterin der Staatsanwaltschaft.

Eigentlich hätte sie Richterin am Landgericht für Zivilsachen werden wollen, erklärt Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier. In der Zeit dort habe sie aber erkannt, dass das nicht das Richtige für sie gewesen sei. Ganz im Gegensatz zur späteren Arbeit bei der Staatsanwaltschaft.

Erster Staatsanwalt Lutz Gaebel studierte nach dem Abitur in Hermannsburg zunächst an der Universität in Göttingen Rechtswissenschaften, absolvierte dort auch seine Referendarzeit. Nach erfolgreicher zweiter juristischer Staatsprüfung im Jahr 1985 in Hannover wurde er noch im gleichen Jahr zum Richter auf Probe beim Landgericht Göttingen bestellt. Es folgten Stationen beim Amtsgericht Hannover und der Staatsanwaltschaft Hannover. 1987 ließ er sich aus privaten Gründen an die Staatsanwaltschaft Verden versetzen, wo er mit Wirkung zum 12. Februar 1988 zum (planmäßigen) Staatsanwalt ernannt wurde. Bei der Staatsanwaltschaft ist er langjähriger Dezernent für Wirtschaftsstrafsachen. 2011 übernahm Erster Staatsanwalt Gaebel das Amt des hauptamtlichen Pressesprechers von Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier, das er zunächst als Vertreter ausgeübt hatte. Mit Wirkung zum 6. Oktober 2014 wurde er zum Ersten Staatsanwalt befördert.

Er habe sich schon immer für Computer und Technik interessiert. Mit seinen Ideen – zum Beispiel zur elektronischen Akte – sei er jedoch ein paar Jahre zu früh gekommen. So war es auch kein Zufall, dass Erster Staatsanwalt Lutz Gaebel lange vor der Gründung der Zentralstelle für Informations und Kommunikations (IuK)-Kriminalität die Anklagevertretung gegen den Entwickler und Verbreiter der Internetwürmer Sasser und Netsky übernahm. Als diese Zentralstelle dann im Jahr 2011 ins Leben gerufen wurde, habe er jedoch jüngeren Kollegen den Vortritt gelassen.

Gebürtig stammen die beiden Jubilare aus Süderhastedt und Hannover, prägen aber seit Jahren das Bild der Staatsanwaltschaft Verden.

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