Patienten- und Inzidenzzahlen seit Tagen rückläufig / Kreisverwaltung mahnt

Silberstreifen am Corona-Horizont

Der Gipfel liegt schon einige Tage zurück: Der „Patientenberg“ im Kreis Verden.
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Der Gipfel liegt schon einige Tage zurück: Der „Patientenberg“ im Kreis Verden.

Verden/Achim – Ist das schon so etwas wie die Wende im Kampf gegen die Corona-Pandemie? Seit Wochenbeginn bereits befinden sich die Patientenzahlen kreisweit im Sinkflug, noch nicht deutlich, aber immerhin kontinuierlich absteigend. Gleichzeitig hat die Region zwischen Ottersberg und Dörverden die Spitzenposition niedersachsenweit bei den Inzidenzzahlen abgegeben. Beides also irgendwie ein Silberstreif. Die Kreisverwaltung mag von einem Trendwechsel indes noch nicht reden.

„Gewiss, es ist ein positives Signal“, sagt Pressesprecher Ulf Neumann auf Nachfrage, „aber jetzt schon daraus eine Umkehr der Zahlen abzuleiten, wäre absolut verfrüht.“ Seine Begründung: Noch würden dem Gesundheitsamt täglich so um die 30 Neuinfektionen gemeldet. „Damit gehen die Positivmeldungen weiterhin nicht signifikant zurück. Sie befinden sich auf dem Niveau von Ende Oktober und Anfang November.“

Und noch eine weitere Zahlenreihe bereitet Sorgen: Der weiterhin deutliche Anstieg bei den Quarantäne-Anordnungen. Erstreckte sich das behördlich verfügte Ausgehverbot kreisweit am vergangenen Dienstag noch auf 729 Menschen, so waren es am Donnerstag laut Mitteilung aus dem Gesundheitsamt schon 928 Personen. Ein Anstieg innerhalb von 48 Stunden um mehr als 27 Prozent.

Auch die Zahl der stationär behandelten Männer und Frauen bleibt hoch. Sie stieg zuletzt innerhalb von zwei Tagen noch einmal um drei auf 18. Für Neumann zwei weitere Gründe, auf die Euphoriebremse zu drücken. „Wir werden erst in zwei oder drei Wochen sehen, wo wir wirklich stehen. Wenn überhaupt dann schon.“

An den vergangenen Tagen hatte Landrat Bohlmann mit zwei Verfügungen Tempo aus dem Infektionsgeschehen zu nehmen versucht. Nachdem ohnehin schon gut zwei Dutzend Schulen in den Wechselschichtbetrieb gegangen waren, ordnete er jetzt zusätzlich eine solche Maßnahme auch für die restlichen Einrichtungen an. Gleichzeitig waren die Berufsbildenden Schulen teilweise ins Home-Schooling gegangen. In einer nächsten Verordnung verpflichtete er die Menschen kreisweit zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wochenmärkten.

In Infektionszahlen hatten schon am Wochenende mit einem Wert von rund 1370 die Marke von einem Prozent der kreisweiten Bevölkerung überschritten. Mit Stand von gestern wies sie ein Plus von 32 zum Vortag auf und stieg auf 1511. Dagegen konnte 41 Personen aus der häuslichen Quarantäne als genesen entlassen werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf 161,9.

Von Heinrich Kracke

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