Siebte Rocknacht: Lebenshilfe lädt ins Verdener Jugendzentrum

Rock, Pop und Tanzen inklusiv

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„Annimation“ rund um Sängerin Annika Lohrengel vereint musikalisch das Beste aus zwei Landkreisen. 

Verden - Wer Lust zum Tanzen und auf fetzige Rockmusik hat, ist bei den Bands „Annimation“ aus Rotenburg und Visselhövede, „Fragmentshader“ aus Bremen und „Hau Drauf“, der Band der Lebenshilfe Verden, genau richtig. Bereits zum siebten Mal findet am Freitag, 5. Mai, die inklusive Rocknacht im Jugendzentrum Verden statt.

Mittlerweile kann die Veranstaltung der Lebenshilfe im Landkreis Verden also schon auf eine gewisse Tradition zurückblicken. Aber, deshalb besteht kein Grund dafür, die Beine hochzulegen. Im Gegenteil: Die Künstler hoffen auf viel Publikum, gern auch mit reichlich Lust an Tanz und Bewegung.

„Annimation“ rund um Sängerin Annika Lohrengel vereint dabei musikalisch „das Beste aus zwei Landkreisen“, wie Gitarrist Grigor Dobrev mit einem Augenzwinkern feststellt, um dann selbstbewusst zu ergänzen: „Bei uns ist alles echt und selbst gemacht – keine Playbacks, Midis oder Synthies, das gibt es ja heutzutage sonst ja nur noch selten.“ Fast folgerichtig also, dass „nur“ zu covern „Annimation“ auch zu wenig ist. „Uns ist wichtig, dass wir jedem Stück unseren eigenen Touch geben. So stehen wir 100-prozentig hinter den Stücken. Das macht uns authentisch“. Wie dieser „eigene Touch“ aussieht und vor allem wie er klingt, davon kann sich jeder Besucher ein eigenes Bild machen.

„Hau Drauf“ ist mittlerweile selbst ein bisschen Kult. Die inklusive Band der Lebenshilfe verspricht wieder Deutschrock-Cover von Westernhagen, Lindenberg oder „Ich und Ich“, aber auch zunehmend eigene Stücke.

„Fragmentshader“ wurde vor etwa drei Jahren aus einer Bierlaune heraus gegründet, und gute Laune verspricht die Mischung aus Bluegrass, Folk und Acoustic Rock noch heute; auch ohne Unterstützung des Gerstensafts. In ihren englischsprachigen Texten behandelt die Band lustige und ernste Themen auf ironische und humoristische Art und Weise. So kombinieren sie klassische Kneipensongs mit Texten über soziale Missstände. Mit Gitarre, Banjo, einer Bass-Drum und Gesang eher minimalistisch instrumentiert, haben ihre Songs einen umso größeren Ohrwurmcharakter und animieren so manchen zu einem Squaredance.

„Hau Drauf“ ist gelebte Inklusion. Über viele Jahre hat sich die Band aus behinderten und nicht behinderten Musikern mittlerweile einen Namen gemacht, der weit über die Kreisgrenzen hinausreicht. Seit über 20 Jahren spielen sie in wechselnder Besetzung ehrlich und geradeaus Deutschrock-Cover von Westernhagen, Lindenberg oder „Ich und Ich“, aber auch zunehmend eigene Stücke oder Cover mit eigenen Texten.

Die Veranstaltung ist Teil der Aktionen zum „Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderungen“ und wird großzügig durch die „Aktion Mensch“ unterstützt.

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