Seniorenbüro: „Jeder bekommt eine Antwort“

Glückwunsch zum Geburtstag des Seniorenbüros: Christoph Gürlich, Wolfgang Paul, Christine Klasen, Eberhard Geiler mit Bürgermeister Lutz Brockmann (v.l.).
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Glückwunsch zum Geburtstag des Seniorenbüros: Christoph Gürlich, Wolfgang Paul, Christine Klasen, Eberhard Geiler mit Bürgermeister Lutz Brockmann (v.l.).

Verden – Unter dem Motto „Senioren helfen Senioren“ bietet das Seniorenbüro Verden seit 20 Jahren kostenlose Beratung für Menschen über 60 Jahren sowie deren Angehörigen an. Bürgermeister Lutz Brockmann gratulierte zu diesem seiner Meinung nach besonderen Geburtstag. „Mit Abstand im kleinen Kreis“ bedankte er sich im Namen der Stadt für das Engagement der Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich auch um Seniorenveranstaltungen und lokalpolitische Maßnahmen bemühen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter, so Klasen, engagieren sich auch politisch. Dank ihnen gibt es am Verdener Bahnhof ein Sammeltaxi sowie höhere Sitzbänke.

Das Hauptaugenmerk liegt für das Seniorenbüro bei der persönlichen Beratung, so die Seniorenbeauftragte Christine Klasen.

Jeden Dienstag von zehn bis zwölf Uhr sind ihre Kollegen und sie erreichbar und helfen unter anderem mit dem Ausfüllen von Formularen. Da alle von ihnen aus verschiedenen Behörden kämen, kennen sie sich aus. Auch in Form von Veranstaltungen, von Bingo bis Bildung, sowie dem Seniorentreff am Rosengarten unterstütze das Büro die Senioren in Verden.

Das Seniorenbüro Verden hat eine lange Geschichte hinter sich, die Gürlich im Pressegespräch erzählte: In der Mitte des Jahres 1999 ging er gerade in den Ruhestand und der damalige Bürgermeister fragte ihn, ob er nicht im Kreisseniorenrat mitmachen wollte. Der Grund: Eine Mitarbeiterin musste ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Bereits zuvor engagierte Gürlich sich politisch, von 1974 bis 1979 als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, und von 1968 bis 1996 im Verdener Stadtrat. Er nahm das Angebot für die Vertretung der Stadt im Landkreis an. In dieser Zeit sei er oft als Ansprechpartner für Senioren in der Stadt Verden gesehen worden, musste jedoch immer wieder sagen, dass er dafür nicht zuständig war. Trotzdem versuchte er, das Leben in Verden seniorengerechter zu gestalten und rief beispielsweise Petitionen für soziale Belange ins Leben.

So kam er auf die Idee, ein Seniorenbüro für die Verdener zu gründen, das er am 1. September 2000 ins Leben rief. Schon am Dienstag darauf, dem 5. September, folgte die erste Sprechstunde und ehrenamtliche Mitarbeiter kamen dazu. Den Wochentag, so Gürlich, habe er von Anfang an beibehalten, weil Senioren da meistens Zeit hätten.

Sein Amt hat Gürlich mittlerweile an Christine Klasen, übergeben. „Ich habe meiner Frau versprochen, dass ich mit der Arbeit aufhöre, wenn ich 80 bin“, lacht er. Das ist mittlerweile zwei Jahre her.

Nachfolgerin Christine Klasen hat sich mit viel Einsatz in die Arbeit gestürzt. „Wir möchten unser Team allerdings noch erweitern, suchen noch Jungsenioren, die sich bei uns engagieren möchten.“ Interessierte können sich zu den normalen Sprechzeiten, entweder unter der Telefonnummer 04231/12340 und per E-Mail unter Seniorenbuero@verden.de melden.

Eins habe sich in der Geschichte der Beratungsstelle nicht verändert, so Klasen. „Jeder bekommt eine Antwort.“ Wem nicht geholfen werden kann, für den gibt es eine Adresse, wo es mit der notwendigen Info klappen könnte.

Von Friederike Müller

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