Handwerkskammer ehrt Helmut Hakelberg / Betrieb aus dem Nichts aufgebaut

Seit 50 Jahren Meister

Kfz-Obermeister Niels Duhn überreicht Helmut Hakelberg (r.) den goldenen Meisterbrief. J Foto: ahk

Eitze - Dieses Jubiläum hat Seltenheitswert. Helmut Hakelberg feiert sein 50-jähriges Jubiläum als Kfz-Meister. Niels Duhn, Obermeister der Kfz-Innung Verden, gratulierte dem Seniorchef des Eitzer Autohauses Hakelberg gestern herzlich und überreichte ihm den goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Seinen beruflichen Werdegang begann Helmut Hakelberg 1955 mit einer Ausbildung im Autohaus Leonhard & Rennecke in Verden. Vier Jahre später absolvierte er erfolgreich seine Gesellenprüfung.

Nachdem er noch ein weiteres Jahr in seinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet hatte, zog es den damals 18-Jährigen nach England. Dort arbeitete er 15 Monate in einem VW-Betrieb. „Nach England bin ich gegangen, um Englisch zu lernen, denn in der Schule hatte ich damals nicht die Möglichkeit dazu“, erzählt Hakelberg.

Zurück in Deutschland, arbeitete er zunächst einige weitere Jahre bei Leonhard & Rennecke. Am 8. August 1966 legte Helmut Hakelberg dann mit 25 Jahren in Heide (Holstein) seine Meisterprüfung ab.

Nun zog es ihn in die Selbstständigkeit. 1968 eröffnete er eine Tankstelle am Alten Pulverschuppen in Verden. Bereits vier Jahre später war er Chef eines Autohauses in Eitze.

Mit 200 Quadratmetern für den Werkstattbereich und 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche waren die Ausmaße damals noch eher bescheiden. Heute verfügt der Betrieb an der Eitzer Straße, der nach und nach erweitert wurde, über eine Fläche von 1 800 Quadratmetern.

Ein zweites Standbein schuf sich Helmut Hakelberg mit der Wartung und Instandsetzung von Industriemaschinen. 1980 gründete er am Standort in der Eitzer Straße zudem ein Motorradgeschäft.

Der 75-Jährige hat sich noch nicht völlig auf das Altenteil zurückgezogen, in beratender Tätigkeit kann man den Senior immer noch in der Firma antreffen. „Jetzt habe ich endlich die Gelegenheit, die vielen Überstunden abzufeiern, die ich im Laufe meines Berufslebens angehäuft habe“, sagt Hakelberg schmunzelnd. So bleibt nun auch mehr Zeit für sein Hobby, das Golfspielen. „Mehrmals in der Woche bin ich auf dem Golfplatz in Walle“, erzählt er.

Auf sein Arbeitsleben blickt Helmut Hakelberg zufrieden zurück. „Der Beruf hat mir immer Spaß gemacht. Es hat mir genauso Spaß gemacht alles von Null selbst aufzubauen“, resümiert er. Glücklich ist Hakelberg senior darüber, dass seine beiden Kinder sein Lebenswerk in zweiter Generation fortführen. Tochter Haldis Hakelberg ist seit zehn Jahren Geschäftsführerin des Autohauses, Sohn Boris Hakelberg leitet seit 1995 das Motorradgeschäft.   J ahk

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