Insbesondere ein Herz für die Jugend

Hartmut Scharninghausen als Vorsitzender des Kreisschützenverbandes verabschiedet

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Der aktuelle geschäftsführende Vorstand des Kreisschützenverbandes Verden mit Christoph Wessner, Volker Wieters, Steffen Müller, Klaus Krause, Inge Weiß und Ralf Luttmann. 

Verden - „Du hast mit Deinem großen Engagement für das Schützenwesen nicht nur in deinem Heimatverein und dem Kreisschützenverband (KSV) Verden tiefe Spuren hinterlassen, sondern auch über die Region hinaus als Mitglied im Gesamtvorstand des Niedersächsischen Sportschützenverbandes aktiv mitgearbeitet.“ So würdigte der Vizepräsident des NSSV und Vize-Präsident des Deutschen Schützenbundes (DSB), Wilfried Ritzke, die Verdienste von Hartmut Scharninghausen als Vorsitzender des KSV Verden, der nach 16-jähriger Amtszeit nicht erneut für diesen Posten kandidierte.

Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten der angeschlossenen Vereine des Verbandes auf der Tagung im Verdener Niedersachsenhof den bisher als Schriftführer amtierenden Steffen Müller (Ahnebergen-Barnstedt). Das dadurch frei gewordene Amt übernimmt Volker Wieters (Armsen).

Ritzke skizzierte die Stationen des ehrenamtlichen Engagements von Scharninghausen, das mit dem Amt des Jugendleiters und später als Vorsitzender im Schützenverein Verdenermoor-Kükenmoor begann. Von den 42 Jahren seiner Mitgliedschaft habe er 32 Jahre Vorstandsarbeit geleistet. 

Ein Herz für die Jugend

Er habe bei seiner Tätigkeit insbesondere ein Herz für die Jugend gehabt, ohne dabei die Damen und Schützen zu vernachlässigen. Der Dank des Präsidiums gelte dem aus dem Gremium ausscheidenden Mitglied für dessen stets faire Kooperation.

Den Dank der Mitgliedsvereine sowie des Gesamtvorstandes für die Arbeit des aus seinem Amt verabschiedeten Vorsitzenden gab es auch von seinem Nachfolger. Müller betonte ebenfalls die stets enge und störungsfreie Zusammenarbeit. Als Geschenk überreichte er ein Fotobuch.

Gewürdigt wurden die Verdienste in persönlichen Worten außerdem vom ehemaligen Kreisschriftführer Karl Heemsoth, der extra aus Österreich angereist war und ebenfalls ein Fotobuch mit den Stationen der Amtszeit von Scharninghausen überreichte. Schließlich würdigte die Sportkommission die konfliktfreie Zusammenarbeit.

Mehr Licht als Schatten

„Dieses Amt habe ich immer mit großer Freude und viel Spaß ausgeübt“, hob Scharninghausen hervor. Dabei habe es doch mehr Licht als Schatten gegeben. Prägend sei unter anderem der Empfang des Weltmeisters im Bogensport, Sebastian Rohrberg (Dauelsen), vor dem Verdener Rathaus gewesen. 

Als positiv stellte er heraus, dass sich 2005 die Schützenvereine aus Langwedeler Moor und Völkersen dem KSV Verden anschlossen, die bis dato keinem Verband angehört hätten. Auch die Verbandsfeste habe er stets als gelungen empfunden.

Stets störungsfreie Zusammenarbeit

Ein besonderer Dank gelte aber seiner Frau und speziell seinen Eltern, die in der starken Delegation seines Heimatvereins vertreten waren. „Denn Dank meiner Eltern, die mich schon als Kind mit zum Schießstand nahmen, bin ich sehr früh mit dem Schießsport in Berührung gekommen und habe mir nach und nach das Rüstzeug für das Ehrenamt angeeignet“, so Scharninghausen an seinem „Tag des Abschieds“. 

Für ihn sei der Schießsport ein schönes Hobby, bei dem die Säulen Tradition und Sport untrennbar mit der Jugendarbeit verbunden seien.

Große Fußstapfen als Ansporn

Sein Nachfolger richtete im Schlusswort zur Delegiertentagung noch seinen Dank für das Vertrauen, ihm dieses Amt zu übertragen. Er bedankte sich bei seinem Vater dafür, ihn vor 35 Jahren in den Vorstand des Schützenvereins Ahnebergen-Barnstedt geholt zu haben und das Fundament für das Ehrenamt gelegt zu haben. Die Fußstapfen, die sein Vorgänger hinterlassen habe, seien groß, aber auch ein Ansporn für die kommenden Aufgaben in der Zukunft.

Dabei rechne er fest mit der Unterstützung aus den Vereinen, denn es stehe in den kommenden Monaten und Jahren vieles an: Die Jugend müsse für den Schießsport und das Schützenwesen begeistert und gefördert werden. Die Vereine müssten so aufgestellt werden, dass das Ehrenamt wieder Spaß mache. Informieren und agieren heiße die Devise, aber ebenso miteinander reden statt übereinander.

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