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Erich Schwinge: Mit 13 Jahren in den Verdener Luftfahrt-Verein

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Von: Harald Röttjer

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Ein Mann mit einem Arm an einer Flugzeug-Tragfläche, neben ihm ein Kind.
Erich Schwinge liebt die Fliegerei und fördert den Nachwuchs. © Luftfahrt-Verein

Die Verdener SPD hat Erich Schwinge für sein vielfältiges Engagement vor allem im Luftsport den Ernst-am-Gedächtnispreis verliehen. Der Preis wurde auf der Jahreshauptversammlung der Verdener Sportvereine überreicht.

Verden – Kaum jemand anders begleitete die Entwicklung des Luftsports in Verden von Anfang der 1950er-Jahre bis heute so intensiv wie Erich Schwinge, der sich dabei auch als Luftbildfotograf einen Namen gemacht hat. Für sein vielfältiges Engagement vor allem im Luftsport verlieh ihm die Verdener SPD den Ernst-Bertram-Gedächtnispreis, der seit vielen Jahren traditionell bei der Jahreshauptversammlung der Verdener Sportvereine überreicht wird.

Krankheitsbedingt konnte Schwinge nicht zu dieser Übergabe kommen, der Vorsitzende des Verdener-Luftfahrt-Vereins, Heinrich Kracke, wird den Pokal und Ehrenpreis an Schwinge übergeben. Die stellvertretende Bürgermeisterin Claudia Wehrstedt nahm diese Ehrung vor und klärte auf, warum dieser Ehrenpreis nach Ernst Bertram benannt worden sei. „Das ehemalige Ratsmitglied der Stadt Verden hat die Sportentwicklung maßgeblich beeinflusst. So nahm er 1945 erfolgreich Gespräche mit den englischen Besatzern auf und erhielt die Zustimmung zur Gründung eines Mehrspartenvereins in Verden.“

In diesem Jahr habe sich die SPD für den 1938 geborenen Erich Schwinge entschieden, der schon im Alter von 13 Jahren in den Verdener Luftfahrt-Verein eintrat und neben seinen diversen fliegerischen Tätigkeiten auch die Vereinsentwicklung maßgeblich beeinflusste. Aber nicht nur Fliegen gehöre zu seiner Leidenschaft, für seine Fotografien aus dem Flugzeug sei er überregional bekannt, wenn er die Verdener und alle anderen von oben auf die Welt blicken lassen habe. Mit seinen Luftbildaufnahmen habe Erich Schwinge dicke Spuren in der Verdener Geschichte hinterlassen, von denen in vielen Haushalten auch Exemplare seiner Leidenschaft zeugten.

Aber vor allem die Fliegerei prägte das Engagement. Seit 1960 sei er als ehrenamtlicher Segelfluglehrer für den Verdener Luftfahrt-Verein tätig gewesen. Gezählt worden seien 7 300 Starts und 1 700 Flugstunden. In diesen beeindruckenden Zahlen sei noch nicht eine der unzähligen Arbeitsstunden auf dem Fluggelände eingerechnet worden. Fast 30 Jahre sei er verantwortlich für die Organisation des jährlichen Verdener Flugtages zuständig gewesen.

Auch diverse Ämter des Vereins habe er fast schon selbstverständlich jahrelang ausgeübt, unter anderem als zweiter Vorsitzender und Segelflugreferent. Daneben habe er sich als zweiter Sprecher der AVS von 1970 bis 1977 engagiert. Er sei auch Zeitzeuge der Gründung durch Wilhelm Thomsen.

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